Muttersein

Heute werden wir wieder Muttertag feiern, 4 Generation unter einem Dach. Muttersein ist ein wunderschöne Aufgabe und eine der wichtigsten Rollen der Menschheit.

Wir sehen oft die glücklichen Mütter in der Werbung, Mütter, die alles schaffen, strahlende Frauen, die ihre private Mutterrolle und die öffentliche Berufsrolle vereinbaren können. Uns werden Madonnenbilder gezeigt: die Idealmutter, die ihr Kind liebt, sich fürsorglich um das Kind kümmert. Wir sehen Familienbilder, Sonntagsausflüge, Familienfeste, Urlaubsfotos: die glückliche Mutter. All diese Bilder zeigen ein geglücktes Muttersein, die Sonnenseite der Mutterfigur.

Und dann gibt es die Schattenseite der Mutter unter der viele Menschen weltweit leiden:

  • Eine Mutter, die angeklagt wird als böse Schwiegermutter oder Stiefmutter
  • Eine Mutter, die ihre Aufgabe als Mutter nicht wahrnehmen kann oder will (aus welchen Gründen auch immer).
  • Es gibt die fehlende Mutter, die nicht da ist/war, die zu wenig da war, die gestorben ist, die ihr Kinder verlassen hat, verlassen musste. Ein Kind, auch Erwachsene vermissen dieses Muttersein oft ein Leben lang sehr schmerzlich.
  • Mütter die durch Kriege von Ihren Kindern getrennt werden, die Ihre Kinder als Soldaten verlieren.
  • Mütter werden durch Kriege und Flucht, durch Verbrechen von Ihren Kindern getrennt.
  • Es gibt körperlich und psychisch kranke Mütter, unversöhnliche, harte Mütter, lieblose Mütter, die für ihre Kinder nicht da sein können, nicht in der Lage sind eine wertschätzende und liebevolle Mütter zu sein
  • Heute gibt es auch Mütter, die es unmodern empfinden oder ablehnen Mutter zu sein, das Muttersein wird auf die Funktion des Gebärens reduziert, die soziale Fürsorge kann von anderen Berufsgruppen wie Erzieherinnen, Nannys, Tagesmüttern, Pflegeeltern, Adoptiveltern geleistet werden.

Und es gibt viele Frauen die gewollt oder ungewollt nicht Mutter geworden sind und sich dennoch liebevoll und fürsorglich um Kinder, Pflegebedürftige, um Kranke, Sterbende, Trauernde und Arme kümmern und auf diese Weise Mütterlichkeit in die Welt tragen.

Die Welt ist ohne Muttersein nicht denkbar. Die Menschheit würde ohne Mütterlichkeit aussterben.

Muttersein bedeutet mit Freud und Leid umgehen können, sich mit anderen freuen, andere trösten, Muttersein bedeutet Gutes tun und auch versagen, glückliche Zeiten erleben, mühevolle Tage und Nächte durchstehen, manchmal Wochen und Jahre.

Danke an alle Mütter dieser Welt, an die Mütter auf der Sonnenseite mit denen wir uns freuen und bitte denkt auch an die Mütter und Kinder auf der Schattenseite, die Hilfe und Fürsorge brauchen.

Mögen immer mehr Menschen die Qualitäten des Mutterseins entwickeln, damit wir uns gegenseitig helfen, miteinander teilen und voneinander lernen.

In diesem Sinne einen schönen Muttertag und eine fürsorgliche und warmherzige Woche

Gertrud Müller