Begrenztes Wissen und Energie

Diese Woche klagten mir viele Menschen ihr Leid, weil sie die Welt nicht mehr verstehen. Und ich kann es nachvollziehen, ich verstehe die Welt auch nicht mehr. Wir erlebten diese Woche wieder viel Neues, die Affenpocken kommen, Kinder sollen in Zukunft nicht mehr Papa und Mama sagen dürfen, sondern Erwachsene, Tornados fegen über das Land. Was in Nachrichten, Politik, Gesetz und Finanzen gestern noch galt, das ist heute schon out. Sehen wir Filme oder Bilder, wissen wir nicht mehr ist das echt oder fake. Es ist kein Wunder, dass viele Menschen sehr verunsichert sind, manche werden auf Grund dieser Veränderungen krank oder verrückt. Aber was ist schon krank oder verrückt. Das was Menschen früher als verrückt bezeichneten, ist inzwischen normal, was früher als krank galt, wird heute als Einbildung bezeichnet. Und Menschen, die früher glaubten gesund zu sein, weil sie sich gesund fühlten, sind heute nicht mehr gesund, vielmehr müssen sie erst durch etliche Tests belegen, dass sie wirklich gesund sind. Früher war klar, dass ein Mensch keine Maschine ist und eine Maschine kein Mensch. Auch das ist heute nicht mehr so eindeutig, Roboter lernen tanzen, pflegen und bedienen in Restaurants, während Menschen dressiert werden wie Maschinen zu funktionieren, ganz egal wie es ihnen dabei geht. Was können wir tun, um nicht zu verzweifeln an der allgemeinen, kulturellen, sprachlichen und systematischen Verunsicherung? Das Wichtigste ist sicher zu akzeptieren, dass wir in total verunsichernden Zeiten leben. Wenn andere Ihnen mitteilen, was Sie wieder alles falsch machen, dass Sie die verkehrte Meinung haben, dass Sie sich von einem falschen Weltbild leiten lassen, die falsche politische Einstellung haben, der falschen Religion oder Partei angehören, die falsche Begriffe verwenden, dann können Sie getrost sagen: „Es ändert sich derzeit so viel. es fällt mir schwer, das alles so schnell einzuordnen.“ Diese Wahrheit gilt für jeden! Manche werden sich das nicht eingestehen, Sie sind mit dieser Aussage dennoch ehrlich. Seien Sie beruhigt es gibt derzeit keinen Menschen auf der Welt, der die Summe der Veränderungen kognitiv erfassen kann. Falls jemand das von sich behauptet, können Sie das getrost in Zweifel ziehen und entgegen: „Ich denke, dass niemand in diesen Veränderungen alles überblicken kann.“ Mit dieser Aussage sind Sie auf der sicheren Seite. Die zweite Sicherheit sind Energien. Energien sind messbar, spürbar und nicht zu leugnen. Wenn ein Sturm Bäume umwirft, sind das Energien, das kann niemand leugnen. Wenn Menschen sich aggressiv verhalten sind das Energien, diese Menschen sind energiegeladen, es ist nicht ihre Aufgabe nachzuweisen, warum diese Menschen diese negativen Energien erworben haben. Wenn der Strom wegbleibt, fehlt die Energie und auch wenn ein Panzer Munition verfeuert sind das Energien, ob es uns gefällt oder nicht. „Menschliche Begrenztheit“ und „Energien“ sind zwei feststehende Wahrheiten, die von keinem Menschen zu leugnen sind. Natürlich verändern sich sowohl die Wissensbestände der Menschen als auch Energien ständig. „Menschliche Begrenztheit“ und die Tatsache, dass wir „Energien“ zum Leben benötigen, verbindet alle Menschen und diese Tatsache bleibt Wahrheit auch und gerade in Zeiten, die sich verändern. Vielleicht sind die beiden Größen „begrenztes Wissen“ und „Energien“ die Basis des Lebens und die Basis der Zukunft. Wenn Sie sich das nächste Mal verunsichert fühlen, fragen Sie sich: „Woher haben die anderen die Gewissheit, dass das jetzt stimmt?“ Und prüfen Sie: „Wie viel Energie erlebe ich im Moment, bei mir bei anderen, wo finde ich Energie wo verschwende ich Energie (Essen, Trinken, Mobilität, Beziehungen, Arbeit; Gesundheit, Wärme, Licht)

Ich wünsche uns allen viel Kraft, Energie und Mut um mit und in diesen sich verändernden Zeiten zu leben.

Gertrud Müller

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Helfen will gelernt sein, das beobachtet ich schon in Kindertagen. Ich besuchte immer wieder ein älteres Ehepaar, das in der Nachbarschaft lebte: Er war ziemlich adipös und bewegte sich kaum, seine Frau war genervt von der Immobilität des Ehemannes. Wenn er wieder einen seiner vielen Wünsche äußerte, antwortete seine Frau: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“ Diese fehlende Unterstützung empfand ich damals kaltherzig. Heute kann ich eher verstehen, was es bedeutet, wenn Menschen sich auf Kosten von anderen gehen lassen und die Mitmenschen dann genervt reagieren. Co-Abhängigkeit nennen wir diese Beziehungen in der Psychologie.

Mangelnde Unterstützung erlebte ich auch in der Schule: Was ich gern lernen wollte, durfte ich nicht lernen, was mich nicht interessierte musste ich lernen und Fragen, die Schüler stellten, konnten oder wollten die Lehrer nicht beantwortet.

Später in der Medizin stellte ich fest, dass es teilweise an adäquater Unterstützung fehlt. einem Teil der Patienten wird übertrieben viel Unterstützung angeboten, diese Patienten werden übertherapiert und überfordert und entwickeln sich zu passiven Medizinkonsumenten. Bei anderen Kranken, vor allem bei seltenen Krankheitsbildern, bei Armen und sozial Ausgegrenzten werden wesentliche Bedürfnisse und Notwendigkeiten nicht erkannt, diese Patienten fühlen sich in ihren Nöten alleine gelassen.

Das erste Mal in meinem Leben lernte ich sinnvolle und richtig dosierte Unterstützung kennen, als mein Sohn auf eine Montessorischule ging. Dort lernten die Schüler ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußeren, es wurde von den Lehren viele Informationen und eine große Auswahl an Lernmöglichkeiten angeboten, welche die Schüler sich selbstständig erarbeiteten und vertieften konnten. Schüler und Eltern, die selbst Verantwortung für ihr Leben übernehmen wollen, profierten von dieser Unterstützung sehr.

Mir wurde klar, letztendlich kommt es bei Hilfe und Unterstützung auf  das richtige Maß an. Die Hilfe muss ausreichend sein und darf nicht überfordern. Menschen, denen geholfen wird, dürfen nicht das Gefühle erleben, dass sie hilflos oder wertlos sind. Bei guter Unterstützung und Hilfe kommt es darauf an, genügend Informationen zu erhalten, selbst mit entscheiden zu können und dem eigenen Gefühl vertrauen zu dürfen. Aus dieser ehrlichen Art der Unterstützung lernen beide, der Helfende und der Hilfesuchende.

Diese wertvollen Formen der Hilfe und Unterstützung benötigen wir in allen Lebensbereichen. Deshalb haben zwei Kollegen, Ursula Becker, Florian Sprater und ich im Januar die Lifenergy Healthcare GmbH begründet  siehe www.lifenergy.healthcare

Wir unterstützen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Menschen aller Altersgruppen, Kranke und Gesunde mit Informationen, damit ein gesundes, entspanntes, wertvolles und bewusstes Leben wieder möglich wird. Diese ganzheitliche Unterstützung kann vor einer Erkrankung schützen oder als Ergänzung zur medizinischen Behandlung in Anspruch genommen werden. Bisherige Therapien können damit verbessert werden, vor allem durch die gute und bewusste Kooperation mit sich selbst und der Umwelt. Damit bleiben Gesunde gesund, Ältere Menschen bleiben fit, Kranke werden nicht nur schneller gesund, sie können sich auch nachhaltiger vor weiterer Krankheit schützen. Eine wirkliche Unterstützung für nachhaltige Gesundheit erstreckt sich über die körperliche Gesundheit, die mentale und die emotionale Gesundheit und ganz besonders geht es um Bewusstsein und Bewusstwerdung. Erst wenn eine Person sich selbst, den eigenen Handlungen und der Folgen der Handlungen bewusst wird, kann sie sich selbst und andere besser vor Leiden schützen.

In diesem Sinne eine schöne neue Woche, schauen Sie gern mal vorbei bei www.lifenergy.healthcare

Gertrud Müller

 

 

Danke Mutter Erde

Heute am Muttertag sagen wir Danke an unsere Mütter, die uns durch Liebe und Nahrung das Leben ermöglichen.

Es ist wieder Mai geworden, in wenigen Tagen ist aus den kahlen Bäumen ein Blütenmeer und saftiges Grün geworden. Ich frage mich oft wie macht die Natur das, dieses wunderbare Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren, von Gestirnen, von Wetter. Die Natur lenkt die unendlich kleinen biologischen, physikalischen und chemischen Systeme und zugleich funktionieren die riesengroßen Milchstraßen mit ihren Millionen von Sonnensystemen. Es handelt sich bei der Natur nicht um ein statisches Phänomen. Die Natur bringt ständig neues Leben hervor, immer wieder entstehen neuartige Lebewesen, neue Verbindungen und Verknüpfungen, alles orientiert sich an natürlichen Gesetzen, an einem Tempo und einem Rhythmus, das allen Lebewesen Orientierung und Sicherheit gibt. Besonders deutlich wird dieses Wunder der Natur, wenn man vergleicht was für ein Chaos durch Menschen entsteht, die sich nicht an der Natur orientieren: sie erlassen Gesetze, die ständig revidiert werden müssen, weil die Gesetzgeber die Folgewirkungen nicht abschätzen konnten. Hochmütige und achtlose Menschen achten weder die Natur noch andere Wesen, sie erniedrigen und schädigen sich gegenseitig, rotten Tier- und Pflanzenarten aus und glauben dabei irrsinnigerweise noch die Krone der Schöpfung zu sein, leider glauben heute viele Menschen die Natur steuern zu können. Gerade mit dieser Überheblichkeit die Welt zu steuern, zerstören sie das Gleichgewicht der Natur und die eigenen Lebensgrundlagen. Sind wir Menschen dumm oder degeneriert? Ich vermute eher das Zweite. In ihrer Ignoranz und Arroganz gegenüber der Natur befassen sich die meisten Menschen nicht mit der Natur und erkennen nicht, dass sie selbst Natur sind, ein Teil dieser wunderbaren Natur. Erst wenn wir beginnen uns wieder mit der Natur anzufreunden, mit der Natur kooperieren, können wir bescheidener werden und erkennen, dass nicht wir die Natur steuern, sondern die Natur uns auf wunderbare Weise das Leben ermöglicht. Wenn wir uns an der Natur orientieren, verstehen wir das Prinzip der Kooperation, das Prinzip, den Archetyp der guten Mutter. Die gute Mutter versteht das natürliche Prinzip der Natur und kooperiert mit ihrem Kind, mit ihren Kindern,  damit erzeugt sie Harmonie für die ganze Familie. Eine gute Mutter lernt jeden Tag selbst dazu, bringt genau wie die Natur ständig neue Liebe hervor und nährt ihre Lieben. Eine gute Mutter ist jeden Tag dankbar, wenn sie selbst leben darf und dieses Leben weitergeben kann. Eine gute Mutter, weiß, dass sie selbst ohne die gute Mutter Erde nicht leben kann, sie versteht das Grundprinzip der Natur, das wechselseitige Versorgen, das uns die Natur kostenlos zur Verfügung stellt. Eine gute Mutter wird von dem Vertrauen getragen, dass es das Leben gut mit ihr meint und gibt dieses Vertrauen weiter. Eine gute Mutter weiß, dass wir alle Lernende sind und geht deshalb großzügig mit allem Unreifen mit Fehlern und Schwächen um.

Mütter, die sich ein Vorbild nehmen an der Natur, an der Mutter Erde werden jeden Tag kooperativere Mütter. Danke Mutter Erde, dass du uns das Leben schenkst, uns nährst und uns lehrst das Leben mit anderen zu teilen um wertvoll zu leben. Wer die Kooperation, das Grundprinzip der Natur und der guten Mutter Erde versteht und achtet, nützt anderen Wesen, schädigt weder sich selbst noch andere.

Eine schöne neue Woche und danke liebe Natur, danke gute Mutter Erde, danke allen Müttern, allen Menschen, die diese natürliche Liebe weitertragen.

Gertrud Müller

Familienfrieden

Wir wissen alle, dass es Familien gibt, die relativ harmonisch und friedlich zusammen leben und andere, bei denen es ständig Streit und Zerwürfnisse gibt. Natürlich gibt es in allen Familien Konflikte, Konflikte können gemeinsam gelöst werden, es können Kompromisse gefunden werden, Konflikte können jedoch auch in Streit enden, in Familiendramen oder in ewigen Familienfehden über Generationen hinweg weiter getragen werden. Diese Woche schickte mir ein Bekannter den Hinweis, dass am 25.4. der internationale Tag der Eltern Kind Entfremdung begangen wurde. Pressemitteilung zum Welt-EKE-Tag – PM Kindesmißbrauch durch EKE

Ein wichtiges Thema, das erst in den letzten Jahren bekannter wird. Früher wurde bei Paaren, die sich so streiten, dass die Kinder sehr darunter leiden von Rosenkrieg gesprochen. Dieser Begriff verharmlost jedoch die Auswirkung dieser Zerwürfnisse auf die Kinder. Heute wissen wir, dass der Krieg der Eltern soweit gehen kann, dass ein Elternteil den anderen so schlecht darstellt, dass Kinder sich nicht mehr trauen diesen Elternteil zu lieben. Eine Zerstörung der Beziehung zu einem Elternteil zerstört die Seele des Kindes. Jedes Kind wünscht sich von beiden Elternteilen angenommen und geliebt zu werden. Das Phänomen der Elternkindentfremdung wird heute als PAS bezeichnet: Parental Alienation Syndrom. Ein Elternteil zerstört systematisch die Beziehung des Kindes zu dem anderen Elternteil. Das Kind nimmt den anderen Elternteil nur von seiner dunkelsten Seite wahr und glaubt diesen nicht mehr lieben zu dürfen. Bei einer Trennung oder Scheidung versucht dieser Elternteil den Kontakt zu dem anderen Elternteil zu verhindern. Krieg, Gewalt und Frieden gibt es nicht nur zwischen Staaten. Kriege, Gewalt und Grausamkeit beginnen bereits in den Familien: erlernte Lieblosigkeit. Leider erscheint in der westlichen Zivilisation die Forschung und Investition in sozial-emotionale Themen nicht besonders wichtig, während die Investition und Forschung in Technik für sehr wichtig erachtet wird. Verbinden sich erlernte Lieblosigkeit und moderne Technik, dann können sich nicht nur Familien komplett zerstören, auch die ganze Menschheitsfamilie kann sich vernichten. Mögen wir erkennen, dass es jeden Tag in den Familien und im täglichen Miteinander wichtig ist, Konflikte zu deeskalieren. Mögen wir erkennen wie wichtig es ist, dass wir einander helfen, miteinander teilen und voneinander lernen.
In diesem Sinne lasst uns weiter erkennen wie lebensnotwendig wertschätzendes Miteinander ist. Wenn den Staaten sozialer Frieden nicht so wichtig erscheint, so lasst uns privat engagieren für ein friedliches Miteinander in der Familie, im Beruf und im alltäglichen Leben.
Eine friedliche neue Woche
Gertrud Müller

Friedenskultur

Seit tausenden von Jahren herrschen Kriegskulturen unter den Menschen, Kriege wohnen in den Menschen, in der Phantasie und den Geschichten der Menschen. Komischerweise behauptet jeder Mensch von sich selbst er/sie sei friedlich, die Gewalt komme von den anderen. Was können wir Menschen tun, wie können wir denken und fühlen, damit wir friedliche und verständnisvolle Beziehungen, friedliche wertschätzende Familien erleben und eine Kultur des Friedens aufbauen? Marshall Rosenberg hat die gewaltfreie Kommunikation begründet, eine Möglichkeit achtsamer und wertschätzender zu kommunizieren. Der berühmte Psychotherapeut Carl Rogers hat festgestellt, dass positive Wertschätzung, Einfühlungsvermögen und Ehrlichkeit Beziehungen verbessern. Wenn wir uns ein verändertes Verhalten angewöhnen, bewirkt das die ersten Fortschritte. Die Möglichkeit des Friedens liegt jedoch viel tiefer in den sogenannten Neurotransmittern, den Botenstoffen in unserem Gehirn, in unseren stressverarbeitenden Systemen. Die Möglichkeiten des Friedens haben den Ursprung in unseren Gefühlen, die im limbischen System des Gehirns mit Hilfe dieser Botenstoffe verarbeitet werden. Erst wenn wir Frieden spüren und erleben, können wir auch daran glauben, dass Frieden möglich ist. Erst wenn wir anders wahrnehmen, wird sich eine Beziehung zu einer wertschätzenden Beziehung verändern. Wir können z.B. versuchen im wütenden Menschen oder in der Wut in uns selbst nicht mehr das „Böse“ zu sehen, sondern den Menschen der in Not ist, dessen Bedürfnisse gerade nicht erfüllt werden. Das heißt noch lange nicht, dass ich tun muss was der wütende will, es bedeutet ruhig bleiben trotz dem Stress oder der Unruhe, die der/die andere verbreitet. Der Aufbau einer Friedenskultur wird nur möglich, wenn wir verstehen, dass jeder vor uns andere Auslöser für Angst, Wut, Rückzug, oder Erstarrung spürt. Jeder spürt aus anderen Gründen Angst oder Wut, fühlt sich aus anderen Gründen hilflos und machtlos. Jeder hat andere Familienprogramme und Verhaltensweisen gelernt. Auch wenn uns diese Verhaltensweisen stören, können wir anerkennen, dass sie exitieren. Erst wenn ich diese Andersartigkeit bei mir selbst und anderen anerkenne, erwarte ich nicht mehr, dass sich der andere so verhält wie ich es gerne hätte. Vielmehr kann ich mir überlegen, wie kann ich mich schützen, dass mich das Verhalten des anderen nicht kränkt, mir nicht schadet. wie kann ich mich verhalten, dass der andere mich achtet, mir zuhört, mich unterstützt. Langsam können sich mit der Akzeptanz der Andersartigkeit anderer wertschätzende, freundliche und ehrlichere Beziehungen in Gruppen und Familien aufbauen. Das Gleiche gilt auch für den Aufbau zu Beziehungen in andere Kulturen: in anderen Kulturen werden andere Wertebeziehungen überliefert. Erst wenn wir lernen die Menschen aus anderen Kulturen in ihrer Andersartigkeit zu achten ohne sich dominieren zu lassen, werden wir neue Formen des Miteinanders kultivieren können. Wir können andere kennenlernen und uns selbst beobachten und schützen mit dem eigenen Anderssein. Anpassung und Unterdrückung ist dabei ein vollkommen falscher Begriff. Wir können nicht unser Gehirn einfach anpassen an ein anderes Denkschema, vor allem dann nicht, wenn die eigene Bezugsgruppe das nicht duldet. Friedenskultur bedeutet damit auch Frieden zu schließen mit der eigenen Familie und den Werten der eigenen Vorfahren. Manchmal bedeutet dieser ehrliche Frieden mit Familie oder Bezugsgruppe auch “nein“ zu sagen: Nein zu Umgangsformen, die in der eigenen Familie überliefert werden, Nein zu destruktiven Denk- und Verhaltensmustern der eigenen Tradition. Wir haben von den Ahnen teilweise sehr ungünstige Verhaltens- und Denkmuster ungefragt und unbewusst übernommen. Jeder kann damit beginnen zu erforschen, von welchen Denkmustern sie/er geprägt ist, und sich mit anderen über diese Muster wertschätzend austauschen. Diese Woche erhielt ich zwei sehr interessante Beiträge, die zeigen, dass wir weltweit noch viel umlernen können, damit vielleicht unsere Enkel und Urenkel später in einer Kultur des Friedens leben können. Hier sende ich euch den Link zu einem Beitrag über sehr dominante FamilenClans. Clans waren in der Vergangenheit sehr männlich orientiert, dominant und oft gewalttätig. Die heutigen Staaten orientieren sich immer noch an den Vorstellungen dieser Clans. Sie schützen die Obrigkeit und erlauben sich Bürger zu überwachen und durch Gesetze gefügig zu machen.  https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-welt-der-clans-verbrechen-macht-und-ehre-102.html

Der zweite sehr lesenswerte Beitrag zeigt, dass wir noch viel über den Zusammenhang von Ich und Wir, von Kultur, Familie und Leben verstehen und beobachten können um friedlich miteinander zu sein und zu leben. Hier der Beitrag über kulturelle Prägung.   https://www.deutschlandfunk.de/psychologie-kultur-praegung-unterschiede-verwandtschaft-individuum-100.html Natürlich kann jeder selbst überlegen und nachspüren, was hat mich geprägt, nach welchen Werten orientiere ich mich, was will ich aus der bisherigen Zeit in die zukünftige Zeit mitnehmen, was will ich so nicht mehr weitermachen, was will ich nicht mehr erleben. Wir haben jetzt in diesem weltweiten Chaos die einmalige Chance die Kultur der Zukunft mit zu gestalten. Nützen wir diese Chance!

In diesem Sinne einen schönen Sonntag und eine gute neue Woche

Gertrud Müller

Auferstehung und Frühling

Ostern ist das Fest der Überwindung des Todes, der Frühling ist ein Fest der Natur zur Überwindung des Winters. Wie viele Helden in der Geschichte haben schon gezeigt und bewiesen, dass es möglich ist, scheinbar unmögliche Herausforderungen  zu überwinden. Mögen wir Menschen auf dieser Welt zu Ostern und zum Frühlingsbeginn wieder unsere hoffnungsvollen, heldenhaften und genialen Fähigkeiten entdecken und über die bisherigen Begrenzungen, über Krankheiten und Kriege hinaus wachsen. Mögen wir Gefühle der Befreiung von Angst erleben, mögen wir uns befreien von Stress und Unterdrückung. Mögen wir Gipfelerlebnisse, Sonnenaufgänge und all die schönen Momente des Lebens mit in den Alltag nehmen, mögen wir Freude und Dankbarkeit kultivieren. Mögen alle Menschen auferstehen zu einem befreiten und erlösten Menschsein und all das Schöne dieser Welt genießen. Mögen die Menschen aus den Albträume der kriegerischen und kranken Vergangenheit erwachen, sich die Hand zur Versöhnung reichen, einander helfen, miteinander teilen und voneinander lernen. Auch wenn das heute wie eine Utopie erscheint, es sind schon viele Utopien Wirklichkeit geworden. Ich durfte ein altes Ehepaar erleben, die erzählten mir, dass in ihrer Kindheit als absolut unmöglich erschien, dass Menschen zum Mond fliegen. 1968 als sie vor dem Bildschirm saßen und erkannten, dass das absolut Unmögliche Wirklichkeit geworden war, brauchten Sie Tage um zu begreifen, dass wir Menschen es selbst sind die Dinge als unmögliche Ereignisse einordnen.
In diesem Sinne ein hoffnungsvolles und frohes Osterfest und schöne Frühlingstage.

Gertrud Müller

Plagen überwinden

Bereits in der Bibel wird davon berichtet, dass Menschen diverse Plagen überwinden mussten: Wasser wurde ungenießbar, Frösche vermehrten sich, Stechmücken plagten Mensch und Tier, Hagel, Heuschrecken und Finsternis bedrohten die Menschen, die Erstgeborenen starben. Auch heute kommt es uns so vor als würden wir von diversen Plagen heimgesucht: Eine Autoplage in den Städten, Umweltschäden auf der ganzen Erde, gierige Heuschrecken fressen den Lebensunterhalt der Menschen auf, Seuchen und Wirtschaftskrisen bedrohen viele, Kriege und Terror töten und verletzen Menschen, Tiere und die Natur. In der Bibel konnten damals diese Plagen durch den Auszug aus Ägypten beendet werden. Heute reicht eine räumliche Veränderung nicht mehr um die aktuellen Plagen aufzuhalten. Heute brauchen wir viele geniale Ideen, wertschätzende und friedfertige Menschen und eine nachhaltige Umstellung der bisherigen Systeme um die Systemfehler der Vergangenheit zu überwinden und das „gelobte Land“ zu erreichen. Tröstlich ist, dass keiner derzeit die optimale Lösung kennt. Das bedeutet nicht, dass wir uns ausruhen können und uns verlassen können, dass andere die Lösung finden. Statt dessen können und müssen wir uns alle auf die Suche begeben: Wie kann diese Erde ein besserer Ort werden? Wir sind alle aufgerufen das gelobte Land hier auf dieser Welt zu suchen, zu finden und zu gestalten.

In diesem Sinne eine schöne neue Woche.
Herzliche Grüße
Gertrud Müller

Diskriminierung und Erlösung 

Diese Woche habe ich gelesen, dass es eine neue Form der Ausgrenzung gibt, Ageismus, das bedeutet Ausgrenzung  wegen Alter. Wenn ich die letzten zwei Jahre zurück denke frage ich mich, wer wird derzeit eigentlich nicht ausgegrenzt oder eingesperrt? Sitzen wir nicht alle auf dem gleichen Boot, auf dem gleichen Planeten? Machen wir nicht alle mehr oder weniger große Fehler? Schaffen wir es als Einzelne, als Staat, Religion, Ideologie, Politik, Wissenschaft oder Wirtschaft die Welt friedlich zu steuern oder zu erlösen? Vielleicht ist die Lösung viel einfacher als wir denken. Möglicherweise brauchen wir Menschen nicht die ganze Welt steuern und erlösen. Vermutlich reicht es, wenn jeder sich um seinen Lebensbereich kümmert, den Rest steuert und erlöst die Natur, das Universum. Wenn sich Menschen gut um ihr Wohlergehen kümmern werden Selbstheilungskräfte aktiv, das kann ich mein ganzes Leben schon beobachten. Selbstheilungskräfte gibt es auch in Gruppen, Staaten und bei Konflikten. Wenn wir Menschen uns gegenseitig vertrauen, uns gegenseitig erlauben uns selbst zu spüren und zu entscheiden  was uns gut tut, dann ersparen wir uns viel Kontrolle der Umwelt und von anderen. Diese Fokussierung auf das eigene Wohlergehen auf den eigenen Lebensbereich kann der ganzen Welt eine spürbare Entlastung bringen. Wir brauchen nicht mehr für andere kämpfen, Soldaten müssen nicht mehr für den Staat und auf Befehl auf andere schießen. Mütter müssen ihre Söhne nicht mehr verlieren und nicht mehr mit ihren Babys aus Kriegsgebieten fliehen. Wenn sich die Menschen friedvoll um das eigene Wohlergehen kümmern und das gleiche den anderen zugestehen, dann hören Krieg, Mord und Totschlag auf. Wir können heute damit beginnen unser Wohlergehen zu verbessern. Wir können lernen uns zu beobachten und uns immer wieder fragen, bin ich auf dem richtigen Weg:

1. Sorge ich gut für meine Gesundheit?

2. Was denke ich? Sind es dankbare, wertschätzende oder unzufriedene, abwertende Gedanken?

3. Welche Gefühle spüre ich? Sind es aggressive/unterwürfige Gefühle, sind es Gefühle der Trauer, der Angst, der Hilflosigkeit? Oder spüre ich Gefühle der Freude, des Genießens, der Neugierde, der Zuneigung?

4. Macht das was ich tue einen Sinn? Lebe ich so, wie ich leben möchte, oder so wie es andere von mir erwarten?

Erst wenn es uns gelingt diese Fragen ehrlich zu beantworten, können wir beginnen ein ehrliches authentisches Leben zu führen. Erst dann beginnt das neue Leben, ein selbstbestimmtes und zugleich kooperatives Leben. Dann werden wir aufhören uns gegenseitig zu diskriminieren und uns gegenseitig ein- und auszusperren. Falls Ihr/Sie Unterstützung braucht/brauchen bei dem Weg in ein befreites und kooperatives Leben, meldet euch, melden Sie sich gern. Zwei Kollegen und ich haben heuer www.lifenergy.healthcare gegründet um Menschen auf dem Weg zu mehr Gesundheit, Klarheit, Wohlfühlen und Balance zu begleiten. Hier noch der Link zu einem Lied von Konstatin Wecker aus den 80er Jahren. https://youtu.be/NOb8pQD14RE Ich erinnere mich noch gut, auch damals gab es schon die Idee eine neuen friedlichen naturverbundenen Kultur, es gab viele Demonstrationen für den Frieden und viel Engagement für ein gutes Zusammenleben mit der Natur. Wir haben es leider noch nicht geschafft uns diesem Ideal anzunähern. Es ist menschlich, dass Menschen für große schwere Herausforderungen viel Mühe und Zeit brauchen. Es braucht Zeit, Geduld und Engagement um tausende Jahre Kriegsgeschichte zu überwinden und eine neue friedliche Kultur aufzubauen. In diesem Sinne eine schöne neue Woche mit viel Mut, Zuversicht, Freiheit, Geborgenheit und gegenseitiger Unterstützung, eine gute neue Woche für eine gute, engagierte und zuversichtliche neue Welt
Gertrud Müller

Frieden führen

Diese Woche ist mir ein Zitat eingefallen von Dalai Lama: „wir müssen den Frieden genauso konsequent führen wie den Krieg“ Ich habe überlegt: Wer führt eigentlich Frieden hier auf Erden? Schon als ganz kleines Kind, störte es mich, wenn Menschen sich streiten schlagen, sich Gewalt antun und schlecht übereinander sprechen. Der Krieg wird mit diesen Verhaltensweisen nicht nur an der Front geführt mit Schwertern, Gewehren  und Panzern, der Krieg erobert mit kriegerischem Denken und Verhalten den Alltag: Familienkrieg, Arbeitskämpfe, Wirtschaftskrieg, politischer Krieg, Glaubenskriege, Meinungskriege, Kriege der Staaten der Kulturen, sprachliche Kriege, Formen von Einsperren und Ausgrenzung … Der Krieg ist uns geläufig, ist sichtbar mit Feuer, Tod und Schrecken. Und was ist Frieden? Wer kann ihn führen? Wer kann den Frieden sichtbar machen? Als Kind in der Schule sagte ich: „Ich möchte einmal Frieden studieren“ dann wurde ich ausgelacht. Je älter ich wurde desto mehr erkannte ich, dass Menschen sich wirklich wenig mit Frieden beschäftigen, obwohl sie sich die meisten ein friedliches Zusammenleben wünschen. Das kriegerische Denken und Handeln ist so verinnerlicht, dass der Friede nur mehr nach oder mit dem Tod als Möglichkeit erscheint: am Friedhof, da darf Friede und Stille, Ruhe, Grabesruhe sein. Natürlich gibt es auch hier noch manche Unruhen und Fehden, Gräberschändung usw. aber meist sind Friedhöfe Orte der Ruhe. Selbst das Schlachtfeld von Verdun ist nach dem sich tausende Menschen niedergemetzelt hatten ein sehr ruhiger Ort geworden. Müssen wir Menschen erst sterben um friedlich zu sein? Geht es nicht, dass wir zu Lebzeiten Frieden finden? Friede lässt sich nicht erkämpfen, erzwingen oder erpressen. Frieden muss zuerst im Inneren des Menschen gesucht, erspürt, erlebt und kultiviert werden. Der Friede liegt genauso wie das kriegerische ganz tief in unserem Menschsein: in den Hormonen, in den Neurotransmittern, im vegetativen Nervensystem, in Gedanken und alten Geschichten, in automatisierten Handlungen. Wenn wir den Frieden außen in anderen Menschen, in der Natur, im Leben suchen fällt es uns schwer Frieden zu finden. Jedes Lebewesen will leben, will sich behaupten, neigt dazu Grenzen und Lebensräume anderer Lebewesen zu gefährden. Bei der genaueren Beobachtung von Mensch und Natur fällt auf, dass Menschen, Tiere und Pflanzen erst bei Bedrohung die Eigenschaft entwickeln sich zu bekämpfen und sich zu verteidigen. Solange Lebewesen in Kooperation miteinander leben, werden Grenzen ganz natürlich geachtet. In einem gesunden Körper kooperieren die Organe und Funktionssysteme miteinander. Das Herz sagt nicht: ich möchte lieber die Lunge sein, das Gehirn sagt nicht: wenn du Muskel nicht machst was ich will, dann töte ich dich. In einem gesunden Körper ist Frieden und alle Organe arbeiten miteinander und füreinander. Ein gesunder Organismus sucht sich eine gesunde Umgebung. Kranke Zellen, Organe, kranke Pflanzen und Tiere haben diese Kooperation verloren, sie leben in Kampf, in Bedrohung und Krieg. Fügt man diese Beobachtungen zusammen wird Frieden führen verständlicher und lebbarer. Kooperation ist das Zauberwort. Ehrliche wertschätzende, einfühlsame Beziehungen, die Bereitschaft mit anderen Menschen mit den Tieren und der Natur zu kooperieren führt zu Frieden. Bedrohung, Erniedrigung, Zwang und Lüge führen zu Krieg. Jeder Mensch hat jeden Augenblick des Lebens die Möglichkeit sich für Krieg und kämpferische Formen der Interaktion zu entscheiden und jeder Mensch kann sich jeden Augenblick für Kooperation und Frieden entscheiden. Damit hat Dalai Lama recht. Wir können Frieden führen, wenn wir es wollen. Wenn wir immer wieder auf ehrliche, wertschätzende Formen der Kooperation achten, wird sich Frieden einstellen. Mein Wunsch für die Menschheit: Mögen sich immer mehr Menschen dazu entscheiden Frieden zu führen und mit anderen Menschen mit den Pflanzen und mit der Natur kooperieren.

In diesem Sinn wünsche ich uns allen eine friedliche neue Woche

Gertrud Müller

Hier noch ein sehr schöner Text, den mir die Tochter einer Freundin gesendet hat und ein Link zu einer Unterschriftenaktion der Friedensnobelpreisträger, ein Aufruf zum Frieden https://secure.avaaz.org/campaign/de/no_nuclear_war_loc/?fpla

Krieger des Lichts – Wut und Gutes tun

Normalerweise kennen wir wütende Menschen, die brüllen, schlagen, zerstören sich gegenseitig bekämpfen. Der Sinn von Wut und die Energie der Wut hat ihren Ursprung in der Wehrhaftigkeit. Mit Wut wehren wir uns gegen Übergriffe, schützen uns vor Gewalt, wir
bekämpfen wütend alle Lebensbedrohungen und verhindern durch Wut weitere Zerstörung. Gerade werden wir wieder in einen Strudel, einen Kreislauf von Wut und Zerstörung getrieben, gezerrt und gezogen. Auch ich spürte diese Woche viel Wut: Wut auf Menschen, die eine Zerstörung der Welt vorantreiben. Wut auf Männer, die sich gegenseitig erschießen statt Weizen für den Herbst zu sähen. Ich spüre Wut auf ein Gesundheitssystem, das gerade Kinder, Schwache und Senioren nicht mehr schützt. Ich spüre Wut, weil auch meine liebe Mutti mit 93 Jahren an diesem System leidet. Ich spüre eine Wut auf die vielen gleichgültigen Menschen, die das nötigste ihrer Rolle erledigen und anschließend auf ihren Sofas Gewalt-Filme streamen statt zu erkennen, dass alles sehr schief läuft und wir uns engagieren müssen, solange es noch geht. Ich spüre Wut auf die Hilflosigkeit, die uns in der bürgerlich- passiven Rolle zugeteilt und zugemutet wird. Ich spüre Wut auf viele Möchtegernwichtigtuer, die sich in den Medien breit machen und mit ihrem spaltenden Gerede alles nur verschlimmern. Und genau in dieser Wut spüre ich, dass Schreien, Anklage, terroristisches Aufbegehren, unzählige Demonstrationen nichts bringen. Wir brauchen jetzt eine andere Wut, eine transformierende Wut. Eine Wut die alle aggressiven Impulse in Gutes tun verwandelt. Wir dürfen in dieser Wut nicht weiter zerstören. Wir können eine neue Armee aufstellen: Wir brauchen Krieger der Liebe und des Lichts. Wir brauchen Menschen, die bereit sind, in all dem Chaos Gutes zu tun, gute Vorbilder zu sein. Die Zukunft braucht vor allem liebevolle Menschen, Menschen, die miteinander teilen, Menschen die voneinander lernen, Menschen, die einander helfen. Bitte werden auch Sie, werde auch du ein Krieger der Liebe und des Lichts, für eine bessere Zukunft für würdevolles Menschsein, für das Wohl der Tiere und für den Schutz und die Liebe zur ganzen Natur.
In diesem Sinne eine schöne neue Woche mit vielen guten Taten und liebevollen, leuchtenden Vorbildern.
Gertrud Müller