Viele Menschen erleben derzeit den Karfreitag ihres Lebens:
Menschen, werden verraten, verfolgt, verletzt und getötet. Es gibt Menschen, die im Krieg ihre Lebensgrundlagen und ihre Liebsten verlieren.
In der Ostergeschichte wird erzählt, dass Jesus, auferstanden ist, schwerstes Martyrium erlebte und sich sogar vor der schlimmsten Bedrohung des Tod nicht erschrecken ließ. Er blieb nicht im Raum des Todes und des Leids, er wurde verklärt, befreit von irdischem Leid.
Wir erleben das auch heute noch, es gibt Menschen, die durch schwerstes Trauma gehen und danach Gutes tun für andere, ihren Feinden verzeihen.
Und wir erleben Menschen, die verbittern an ihrem Leid immer grausamer werden, andere quälen und töten. Wir erleben Menschen, die übermäßig reich sind und immer noch das Gefühl haben sie bräuchten mehr.
Warum erleben und überleben wir Trauma und Mangel so unterschiedlich. Zuerst ist es wichtig zu erkennen, dass das ganze Leben sich von den einfachen Strukturen bis zu den höheren Lebewesen immer weiter entwickelt. Aus der Ursuppe entwickelten sich Moleküle, aus den Molekülen organische Stoffe: Eiweiße, Fette, Stoffe für die Grundlage von Zellen. Aus Einzellern wurden Zellverbünde usw. Über Jahrmillionen differenzierten sich immer mehr Lebewesen und Strukturen des Zusammenlebens. Je komplexer sich Lebewesen ausdifferenzierten, desto herausfordernder gestalteten sich unterschiedliche Bedürfnisse der verschiedenen Arten.
Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit, die Sehnsucht der Ausdehnung und Expansion, das Bedürfnis nach mehr Geld, Macht und Einfluss.
Wir können beobachten, dass arme Menschen oft zufriedener, dankbarer und glücklicher zusammenleben und die Natur mehr achten als Reiche.
Es entstehen homogene und heterogene Gruppen aus arm und reich, Gesellschaften von ähnlichen und unterschiedlichen Arten. Es gibt Arten die kooperieren, Arten die sich parasitär und feindselig verhalten, Gruppen, die sich bekriegen und Gruppen sich meiden. Es gibt Fressfeind, konkurrierende kriegerische Lebewesen und Arten die symbiotisch miteinander leben.
Gerade unter Menschen konnten sich brutale und pseudofunktionierende, machtgierige Formen des Zusammenlebens durchsetzen. Diese pseudointelligenten Menschen und Gruppen beanspruchen für sich das Recht über andere meist gutmütigere Menschen zu herrschen und diese auszubeuten. Menschen, die den Anspruch erheben über andere zu herrschen leben im konstanten Mangel, sie haben das Gefühl zu wenig zu haben und wurden oft durch eigene traumatische Kindheits-Erfahrungen in diesen Mangel getrieben (Schläge, Mangel an Liebe, hohe Erwartungen der Eltern, Sucht)
Mit der Zeit und durch Sozialisation in Macht und geldgierigen Gruppen wird in diesen Gruppen ihr Mangel als Rechtsanspruch erlebt, sie untermauern ihren Rechtsanspruch der Ausbeutung juristisch, militärisch und mit Gewalt und Terror. Vor allem wenn sich diese Mangelwesen mit anderen Mangelwesen solidarisieren und in dem Glauben leben es würde ihnen helfen das erlebte Trauma und die Erniedrigung an andere weiterzugeben.
Beobachtet man die Traumafolgestörungen im Gehirn stimmt diese These auch wissenschaftlich. Trauma schädigt das Gehirn und den Körper, geschädigte Menschen neigen dazu anderen wieder Trauma zu fügen.
Was passiert bei traumatischen Erfahrungen im Gehirn:
- Das Frontalhirn filtert bedrohliche Reize, das bedeutet traumatisierte Menschen beobachten ihre Umgebung viel genauer auf Gefahren und suchen in allem was sie erleben Negatives, Gefahren, Bedrohliches
- Die Amygdala, der Teil des Gehirns, der Gefühle und Motivation speichert, erinnert bei traumatisierten Menschen vor allem angstvolle Situationen. Der Körper schüttet mehr Stresshormone aus (Schweißausbrüche, Erhöhung des Herzschlags, Steigerung der Blutgerinnung, Reduzierung des Immunsystems, wenn sie an diese Situationen durch Triggerreize erinnert werden) Das Gehirn möchte vor neuem Trauma schützen und den Körper auf bedrohliche Situationen vorbereiten.
Deshalb erkranken traumatisierte Menschen leichter an Herzinfarkt, Schlaganfall, Entzündungen und Krebs.
- Der Hippocampus, unsere Lernzentrum im Gehirn schrumpft durch traumatische Erfahrungen. Es fällt traumatisierten Menschen wesentlich schwerer Neues zu lernen, neue Sichtweisen zu verstehen. Schwer traumatisierte Menschen können sich schwer in andere Menschen einfühlen und wirken dadurch unbelehrbar bis dumm.
Wenn wir diese Zusammenhänge verstehen fällt es uns leichter gütiger zu sein mit grausamen, lernresistenten und dummen Menschen.
Wir müssen jedoch auch verstehen, dass sich diese schwertraumatisierten Menschen solidarisieren und dass sie grausame, kriegerischem mafiöse Gruppen und grausame politische und religiöse Systeme bilden.
Es ist wichtig, diese Systeme der traumatisierten Menschen zu erkennen und sich davon fernzuhalten.
Ansonsten laufen wir Gefahr von diesen Gruppen gelyncht zu werden oder selbst grausam, lernunfähig und gierig zu werden.
In diesem Sinne bleiben wir friedlich, verbreiten wir Liebe statt Trauma und erinnern uns an Jesu Worte am Kreuz: Oh Herr vergib ihnen, denn Sie wissen nicht was sie tun
Denken wir daran nach jedem Karfreitag kommt auch Ostern
Alles Liebe
Gertrud Müller







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