Diskussion

Auch wenn wir oft nicht so genau wissen was wir noch glauben können und was nicht, ist es doch interessant die vielfältigen Diskussionen zu beobachten. Wie wollen wir, dass die Medizin der Zukunft aussieht, total technisch oder eher natürlich? Wollen wir uns in der Zukunft bekriegen wie im römischen Reich oder im Mittelalter? Wie wollen wir unsere Kinder erziehen zu braven, gehorsamen Bürger, zu dressierten Befehlsempfängern oder eher zu achtsamen und kritischen Menschen, die sich trauen ihre Meinung zu äußern. Ich möchte Ihnen heute einfach ohne Kommentar 3 Links senden, es lohnt sich in jedem Fall darüber Gedanken zu machen, unabhängig davon welche Zukunft sich entwickeln wird:

Link Kindererziehung

https://twitter.com/die_hoferin/status/1542564138924253186?s=24

Link Wer ist schuld am Krieg

https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/die-ukraine-ist-die-neueste-katastrophe-amerikanischer-neocons-li.242093

Ist Frieden heute noch anstrebenswert?

https://soziale-wende.blogspot.com/2022/06/nato-gipfel-ohne-frieden-ist-alles.html

Die aktuelle Schieflage in der ganzen Welt hat einen großen Vorteil: Wir können uns überlegen: Wie hätten wir es denn gern in der Zukunft?

Eine schöne neue Woche

Gertrud Müller

 

Stimmt das?

Derzeit wird viel evaluiert, in der Wissenschaft, in den Medien wird nach Fake News gesucht. Immer wieder stellt sich die Frage stimmt das? Trotz all der Evaluierungen wird jedoch kaum erkennbar, dass aus Fehlern gelernt wird. Wie kommt das? Bisherige Evaluierung haben eher die Aufgabe zu zeigen, dass alles gut läuft. Wenn Gutachter einer Autofirma sich selbst evaluieren, ob sie alles richtig machen, kann es durchaus passieren, dass die Evaluierungen zu Gunsten der eigenen Firma, des eigenen Konzerns ausfallen, wie bei der Abgaskrise zu sehen war. Aktuelle Evaluierungen laufen weitgehend in den eigenen Konzernen ab, in der eigenen Partei und den eigenen Fachbereichen. Tiefgreifende Fehler werden dabei übersehen, keiner möchte sich selbst beschuldigen etwas nicht richtig zu machen. Wenn wir ehrliche Evaluierung und wirklichen Fortschritt wollen, müssen wir uns der Kritik anderer stellen, der Evaluierung aus anderen Fachbereichen, aus anderen Kulturen, aus anderem Alter und Erfahrungshintergrund.  Fehler erkennen ist eine Kunst, sowohl im Diagnoseprozess der Medizin, als auch das Erkennen von Fehlerquelle in der Technik. Wird das Problem nicht erkannt, ist meist auch die Lösung falsch. Wir müssen in diesen herausfordernden Zeiten alles hinterfragen. Stimmt das was uns bisher gesagt wurde? Stimmt es, dass wir dem einen glauben dürfen und dem anderen nicht? Stimmt es, dass wir uns kein eigenes Urteil bilden können und dürfen? Stimmst es, dass die hierarchisch Höhergestellten das Recht haben andere zu dominieren? Erst wenn Menschen sich trotz anderer Meinung, trotz unterschiedlicher Hierarchie, trotz Andersartigkeit der Kulturen und Einstellungen zuhören und respektieren werden gute Evaluierungsprozesse möglich. Und erst danach können wir Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Tradierte Fehler können wir nur überwinden, wenn wir bereit sind Neues zu lernen. Beobachten wir die Natur merken wir, dass sich die Natur keine Grenzen der Möglichkeiten auferlegt und sich ständig neu ordnet ohne dass dabei Chaos entsteht. Die Samen der Pflanzen werden auf unterschiedlichsten Wege an die verschiedensten Orte der Welt getragen. Vögel fliegen in der ganzen Welt herum ohne die Orientierung zu verlieren. Sie nützen Energien, Luftströmungen und Ortungssysteme, die uns noch völlig fremd sind. Fische schwimmen ohne Google Maps von den Flüssen ins große Meer um sich zu paaren, wer Ihnen den Weg zeigt, wir wissen es nicht.  Und selbst Schnecken, die uns so langsam erscheinen überwinden in ihrem Schneckentempo erstaundlich große Strecken. Es gibt noch soviel zu erforschen und zu entdecken, das bisherige Wissen der Menschheit hat noch sehr viele Lücken und Fehldiagnosen. Mögen wir mutig sein unsere eigenen Fehler und Schwächen zu erkennen um jeden Tag Neues zu entdecken und weiter zu lernen.

Fragen Sie sich diese Woche immer wieder mal: Stimmt das was ich da gerade denke? Stimmt es was ich sage, weiß ich das wirklich so genau? Woher habe ich diese Information? Ist der Zusammenhang logisch? Stimmt die Information zu meinen bisherigen Erfahrungen?

Eine interesssante neue Woche

Gertrud Müller

Foto: Ana Penava

Untergang von Kulturen

Wenn ich die Nachrichten höre, habe ich oft den Eindruck wir stehen kurz vor dem Untergang unserer Kultur und wir, die Menschen sind selbst schuld, weil wir alles zerstören. Ich frage mich: Stimmt das? Wenn ja wie kann es sein, dass Menschen ihre Hochkulturen zerstören? Können wir nicht aus Fehlern der Geschichte lernen? Ich höre in meiner Arbeit von vielen Menschen Begründungen, warum sie so handeln wie sie handeln, so leben wie sie leben, warum sie so entscheiden wie sie entscheiden. Der Großteil der Menschen will es richtig machen, sie wollen Fehler vermeiden. In der Folge werden Fehler vertuscht, viele Menschen neigen dazu sich selbst zu erhöhen um fehlerfrei dazustehen, es werden andere beschuldigt, die Fehler machen und es gibt zahlreiche Führungskräfte, Mediendarsteller, Politiker, Juristen usw. die sich selbst als gänzlich unfehlbar darstellen. Warum haben wir so eine Abneigung Fehler einzugestehen? Warum können wir Fehler nicht erkennen, selbst wenn wir so viele Fehler machen, dass die ganze Kultur gefährdet ist?

Aus Fehlern zu lernen ist angeboren. Kein Kind würde Laufen und Sprechen lernen, wenn es Fehler vermeidet. Ein Kind muss hunderte, vielleicht tausend Male hinfallen bis es sicher und zielgerichtet laufen kann. Ein Kind muss Millionen von Lauten formen bis es die ersten verständlichen Worte und Sätze sprechen kann. Kinder denken nicht daran, dass dieser Lernprozess peinlich sein könnte, sie machen einfach, das was sie spüren, was zu ihrer Entwicklung nötig ist. Die meisten Eltern wissen, dass sie das Kind nicht zum Laufen oder Sprechen zwingen können. Die Entwicklung läuft ohne menschliche Steuerung ab. Eltern und Pädagogen machen jedoch die Erfahrung, wenn Kinder unterstützt werden und ihre Fortschritte wertgeschätzt werden entwickeln sich Kinder besser.

Werden Kinder älter, ändert sich ihre Beziehung zu Fehlern: Ältere Kinder und Heranwachsende wollen sich profilieren, beweisen, werten sich gegenseitig ab oder überhäufen sich mit Anerkennung. Der Lernprozess des vom unbedarften Lernen zum fehlervermeidenden Lernen hat begonnen: Wenn du das lernst bist zu gut, wenn du etwas anderes lernst bist du schlecht. Wenn du dich so verhältst gehörst du zu den angesehenen Leuten, wenn du das machst gehörst du zu den abgewerteten Menschen. Der Lernprozess von unbeschwerten Sein zur hierarchischen Beziehung hat begonnen. Was bedeutet hierarchische Beziehung? Es bedeutet, dass sich Menschen als überlegen oder unterlegen einordnen. Im Verlassen der Vielfalt des Lernens zu Gunsten von Über- und Unterordnung beginnt Ausgrenzung, Abwertung Intoleranz. Es entstehen Monokulturen, der Beginn vom Untergang der Kulturen. Die Zerstörung der Anerkennung der Andersartigkeit, die Zerstörung der Toleranz führt zur kontinuierlichen Verschlechterung von Beziehungen, zur Verknappung von Lebensgrundlagen, zu Kriegen, Gier und Zerstörung. Wir haben inzwischen genügend Erfahrungen unserer Vorfahren: In der Archäologie wird über Untergänge der Kulturen berichtet. Wir kennen aus Erzählungen unserer Großmütter und Großväter wie Deutschland durch Ausgrenzung Andersdenkender immer weiter zerstört wurde. Wir wissen über den Verfall der Kulturen über den Ausgang von Kriegen durch den Geschichtsuntericht. Wenn wir bereit sind zu lernen, können wir den Untergang unserer Kultur noch aufhalten und die negativen Entwicklungen revidieren. David Landes beschreibt diese Zusammenhänge in seine Buch  Wohlstand und Armut der Nationen: Warum die einen reich und die anderen arm sind

Oder schauen Sie sich den Film von Untergang der Maya- Kulturen an. Auch hier wird berichtet wie Intoleranz, Monokulturen und Feindseligkeit dazu führten, dass die Kultur der Maya unterging.

https://youtu.be/TNN6EAPcj-I 

Es gibt dennoch Hoffnung, dass wir dem Schicksal der früheren Kulturen entgehen: wenn wir bereit zu lernen, individuell und kollektiv aus unseren Fehlern zu lernen. Wie das geht, werde ich in den nächsten Blog beschreiben.

Eine schöne und lehrreiche neue Woche

Gertrud Müller

beseelt oder seelenlos?

Wann waren Sie das  letzte Mal beseelt, von einer Blume, der Natur, einem Ausblick, einem Kinderlachen, einer rührenden Geste? Wann haben Sie das letzte Mal einen tief erfüllenden Glücksmoment erlebt? Wenn ich Patienten nach solchen Momenten fragen, erzählen Sie mir oft von Momenten, die Jahre zurück liegen.

Nach einer sehr schweren Krankheit gewöhnte ich mir vor vielen Jahren an Dankbarkeit zu üben, Freude zu spüren, ich lernte Glücksmomente zu erkennen und mehr zu genießen. Derzeit fällt mir diese Übung wieder schwerer: Viele düstere Nachrichten, die Ängste der Mitmenschen berühren mich, die eigene Hilflosigkeit und die Sorge um die Zukunft nehmen zeitweise wieder Raum ein in meinen Gedanken. Auch der beständige Kampf der Menschen belastet mich, jeder glaubt selbst die/der Gute zu sein und gleichzeitig erkennen „die Guten“ in den anderen „die Bösen/die Feinde“. Gerade diese Projektion führt zu schlimmster Zerstörung: Keiner der Beteiligten erkennt mehr beseelte Momente oder Glücksmomente, jeder der Beteiligten ist gefangen in den eigenen und kollektiven Feindbildern und Horrorvisionen. Traurig macht mich auch, dass viele Menschen heute die Begriffe Glück und Seele aus dem Wortschatz streichen wollen. Funktionalität, Effektivität, wissenschaftliche Beweisbarkeit, Wirtschaftlichkeit scheinen gegen die Existenz der Seele zu sprechen und gegen die Wichtigkeit von tiefen Glücksgefühlen. Die Zunahme der psychischen Erkrankungen, psychiatrischen Notfällen, Amokläufen und Umweltzerstörung können auch Vorboten, Vorahnungen sein, dass wir uns als seelenlose und glücklose Existenzen selbst zugrunde richten und die beseelte,glücklich machende Umwelt zerstören. Ich werde mich weiterhin um ein beseeltes und glückliches Leben kümmern. Ich selbst bin seitdem viel gesünder und ich beobachte, dass sich der Gesundheitszustand meiner Patienten und Klienten deutlich stabilisiert, wenn sie sich mehr an ihrem seelischen Gleichgewicht orientieren und häufiger Glücksmomente erleben. Als Negativbeispiel habe ich hier einen Link eingefügt, wie eine seelenlose Zukunft aussehen kann.

Wir können uns jeden Tag entscheiden, will ich heute auf beseelte Momente und glückliche Erfahrungen achten, oder lasse ich mich wieder berieseln und treiben von Dogmen der Leistung, der Effektivität, von gut/böse Schemata und Horrorbildern. Es ist nicht so einfach sich immer wieder aufs Glücklichsein und ein beseeltes Leben zu fokussieren. Es ist ein Training, wie wir Muskeln trainieren. Irgendwann hat sich das Gehirn daran gewöhnt und die eigene Seele spürt wieder Glückmomente und lässt eine beseelte Welt wieder zu.

Ich wünsche uns allen viel Freude und Ausdauer bei der Suche nach Glücksquellen und bei der Gestaltung eines glücklichen und beseelten Lebens.

Gertrud Müller

Treiben lassen

 

Schon als Kind beobachtete ich Sommerwiesen und Getreidefelder, die sich im Wind hin- und her wiegen, Blätter die sich vom Bach treiben lassen. Mich faszinierten Vögel und Segelflugzeuge, die sich schwerelos vom Wind treiben lassen. Und ich schaute wie und von wem sich Menschen treiben lassen. Manche Menschen sind von Angst und Gier getrieben, andere lassen sich von ihrem Sinn des Lebens treiben.  Sucht, Arbeit und Geld sind Vorstellungen von denen Personen getrieben sind. Ideen, sowohl gute als auch niederträchtige treiben Menschen an, Ideologien und geniale Erfindungen.

Bei Fahrzeugen achten wir mehr und mehr darauf, dass die Motoren mit nachhaltiger umweltfreundlicher Energie angetrieben werden. Den meisten Menschen ist jedoch nicht bewusst von welchen Energien sie sich treiben lassen, ob diese Energien nützlich oder schädlich sind. Wir sind noch nicht gewohnt zu reflektieren und zu beobachten was wir tun und bewirken. Den meisten Menschen wird erst bewusst, von welchen Energien sie sich treiben lassen, wenn der Schaden nicht mehr zu übersehen ist. Diese Wirkungen werden meistens als Glück oder Pech definiert, obwohl dieses Glück oder Pech sehr oft mit bisherigen Handlungen in Verbindung steht. Wir wissen, dass wir mehr beachten müssen, von welchen Energien wir uns treiben lassen. Leider ist es uns fremd, Energien zu beobachten, die uns Menschen antreiben und wir argumentieren wir hätten zu wenig Zeit um Ursachen und Folgewirkungen genauer zu beobachten. Ob wir es schaffen eine bessere Welt zu gestalten, wird wesentlich davon abhängen, wie gut wir beobachten, von welchen Energien wir uns treiben lassen, von nützlichen kooperativen Energien, oder von Energien der Gier, Ausbeutung und Feindseligkeit.

In diesem Sinne möge uns der gute Geist zu Pfingsten inspirieren

Schöne Pfingsttage

Gertrud Müller

Die Welt steht Kopf

Im Unterricht zur Wahrnehmungspsychologie zeige ich den Schülern den Film „Die Macht der Sinne“. Dieser Film dient zum Verständnis unserer Sinne und dem Zusammenspiel von Sinneseindrücken und deren Verarbeitung im Gehirn. Wir denken in unserer naiven Weltanschauung, dass das, was wir sehen die Wirklichkeit ist, dabei unterliegen unsere Sinne und auch die Interpretation der Bilder, der Worte großen Täuschungen. Wir wandeln sozusagen in einer Welt der Phantasie, Wahrheit und Deutungen. Dabei gewöhnen sich sowohl unsere Sinne als auch unser Gehirn daran, dass wir uns täuschen und die Wahrnehmung kann sich relativ schnell wieder an andere Gegebenheiten und Täuschungen gewöhnen. Aus diesem Grund sind wir Menschen leicht manipulierbar. Hier ein Beispiel unserer anpassungsfähigen Sinne: Versuchspersonen erhalten eine Brille, mit der die Welt so gesehen wird, als würde sie auf dem Kopf stehen. Die Versuchspersonen haben anfangs größte Mühe sich zu orientieren, sie greifen überall daneben, verschütten beim Eingießen, sie können keinen Ball fangen und sich nur mit Mühe fortbewegen.  Nach 10-14 Tagen finden sich die Versuchspersonen trotz der Welt, die auf dem Kopf steht, wieder zurecht. Sie können gezielt greifen, Ballspielen ja sogar Radfahren. Die Natur hat uns Menschen so ausgestattet, dass wir uns auch unter veränderten Lebensbedingungen anpassen und zurechtkommen können. Diese Fähigkeit wird leider von Machthabern und Tätern genützt um das Volk oder das Opfer an desolate Lebensbedingungen zu gewöhnen. Wir kennen aus der Geschichte, dass Völker und Opfer sich oft lange Jahre an Unterdrückung und Ausbeutung gewöhnten. Es gibt jedoch auch viele Lebensumstände an die wir uns nicht gewöhnen können: große Hitze, Hunger, Kälte, kriegerische Gewalt. Wenn diese Nöte zu große werden, wenn auf die Dauer Lebensgefahr besteht, dann wehren sich die Menschen, dann wollen sie sich nicht länger an widrige Lebensumstände gewöhnen. Auch momentan steht, die Welt auf dem Kopf. Wir erleben viele Menschen, die sich den neuen Bedingungen anpassen. Wir erleben jedoch auch wachsende Unzufriedenheit. Es ist zu befürchten, dass viele Menschen und Tiere diese globale Krise nicht überleben werden. Es bleibt spannend wie sich die Menschen jetzt verhalten werden. Das unorganisierte Dagegensein bringt keine Erfolge, sich in fragwürdigen Gruppen zu solidarisieren ist auch nicht erstrebenswert. Zumindestens können wir versuchen uns selbst und zusammen mit unseren Mitmenschen zu stabilisieren. Auch das kennen wir aus der Geschichte, dass sich tapfere Helden unter widrigen Lebensbedingungen selbst und gegenseitig stabilisierten. Hier ein paar Methoden um sich zu stabilisieren in schwierigen Zeiten

1. Sorge für deinen Körper: Auf den Atem konzentrieren  und eine aufrechte selbstbewusste Körperhaltung einnehmen. Bewegung so weit möglich und Bewegung gut tut. Bewusst und achtsam essen und trinken

2. Ordne deine Gedanken: Gedanken aufschreiben, die Aufmerksamkeit auf Neutrales oder Beruhigendes richten. Positive Glaubenssätze nützen (zum Beispiel das Leben sorgte bisher gut für mich)

3. Achte auf positive Gefühle: die Natur genießen, sich Unterstützung von wertvollen Menschen holen, Neues suchen, erinnere dich an Probleme, die du bereits erfolgreich gelöst hast

4. Jede Krise ist auch eine Chance, versuche zu verstehen, was will mir diese Krise zeigen, wohin führt mich diese Krise, was kann ich aus dieser Krise lernen.

Herzliche Grüße und eine gute neue Woche

Gertrud Müller

Begrenztes Wissen und Energie

Diese Woche klagten mir viele Menschen ihr Leid, weil sie die Welt nicht mehr verstehen. Und ich kann es nachvollziehen, ich verstehe die Welt auch nicht mehr. Wir erlebten diese Woche wieder viel Neues, die Affenpocken kommen, Kinder sollen in Zukunft nicht mehr Papa und Mama sagen dürfen, sondern Erwachsene, Tornados fegen über das Land. Was in Nachrichten, Politik, Gesetz und Finanzen gestern noch galt, das ist heute schon out. Sehen wir Filme oder Bilder, wissen wir nicht mehr ist das echt oder fake. Es ist kein Wunder, dass viele Menschen sehr verunsichert sind, manche werden auf Grund dieser Veränderungen krank oder verrückt. Aber was ist schon krank oder verrückt. Das was Menschen früher als verrückt bezeichneten, ist inzwischen normal, was früher als krank galt, wird heute als Einbildung bezeichnet. Und Menschen, die früher glaubten gesund zu sein, weil sie sich gesund fühlten, sind heute nicht mehr gesund, vielmehr müssen sie erst durch etliche Tests belegen, dass sie wirklich gesund sind. Früher war klar, dass ein Mensch keine Maschine ist und eine Maschine kein Mensch. Auch das ist heute nicht mehr so eindeutig, Roboter lernen tanzen, pflegen und bedienen in Restaurants, während Menschen dressiert werden wie Maschinen zu funktionieren, ganz egal wie es ihnen dabei geht. Was können wir tun, um nicht zu verzweifeln an der allgemeinen, kulturellen, sprachlichen und systematischen Verunsicherung? Das Wichtigste ist sicher zu akzeptieren, dass wir in total verunsichernden Zeiten leben. Wenn andere Ihnen mitteilen, was Sie wieder alles falsch machen, dass Sie die verkehrte Meinung haben, dass Sie sich von einem falschen Weltbild leiten lassen, die falsche politische Einstellung haben, der falschen Religion oder Partei angehören, die falsche Begriffe verwenden, dann können Sie getrost sagen: „Es ändert sich derzeit so viel. es fällt mir schwer, das alles so schnell einzuordnen.“ Diese Wahrheit gilt für jeden! Manche werden sich das nicht eingestehen, Sie sind mit dieser Aussage dennoch ehrlich. Seien Sie beruhigt es gibt derzeit keinen Menschen auf der Welt, der die Summe der Veränderungen kognitiv erfassen kann. Falls jemand das von sich behauptet, können Sie das getrost in Zweifel ziehen und entgegen: „Ich denke, dass niemand in diesen Veränderungen alles überblicken kann.“ Mit dieser Aussage sind Sie auf der sicheren Seite. Die zweite Sicherheit sind Energien. Energien sind messbar, spürbar und nicht zu leugnen. Wenn ein Sturm Bäume umwirft, sind das Energien, das kann niemand leugnen. Wenn Menschen sich aggressiv verhalten sind das Energien, diese Menschen sind energiegeladen, es ist nicht ihre Aufgabe nachzuweisen, warum diese Menschen diese negativen Energien erworben haben. Wenn der Strom wegbleibt, fehlt die Energie und auch wenn ein Panzer Munition verfeuert sind das Energien, ob es uns gefällt oder nicht. „Menschliche Begrenztheit“ und „Energien“ sind zwei feststehende Wahrheiten, die von keinem Menschen zu leugnen sind. Natürlich verändern sich sowohl die Wissensbestände der Menschen als auch Energien ständig. „Menschliche Begrenztheit“ und die Tatsache, dass wir „Energien“ zum Leben benötigen, verbindet alle Menschen und diese Tatsache bleibt Wahrheit auch und gerade in Zeiten, die sich verändern. Vielleicht sind die beiden Größen „begrenztes Wissen“ und „Energien“ die Basis des Lebens und die Basis der Zukunft. Wenn Sie sich das nächste Mal verunsichert fühlen, fragen Sie sich: „Woher haben die anderen die Gewissheit, dass das jetzt stimmt?“ Und prüfen Sie: „Wie viel Energie erlebe ich im Moment, bei mir bei anderen, wo finde ich Energie wo verschwende ich Energie (Essen, Trinken, Mobilität, Beziehungen, Arbeit; Gesundheit, Wärme, Licht)

Ich wünsche uns allen viel Kraft, Energie und Mut um mit und in diesen sich verändernden Zeiten zu leben.

Gertrud Müller

 

Hilfe zur Selbsthilfe

Helfen will gelernt sein, das beobachtet ich schon in Kindertagen. Ich besuchte immer wieder ein älteres Ehepaar, das in der Nachbarschaft lebte: Er war ziemlich adipös und bewegte sich kaum, seine Frau war genervt von der Immobilität des Ehemannes. Wenn er wieder einen seiner vielen Wünsche äußerte, antwortete seine Frau: „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“ Diese fehlende Unterstützung empfand ich damals kaltherzig. Heute kann ich eher verstehen, was es bedeutet, wenn Menschen sich auf Kosten von anderen gehen lassen und die Mitmenschen dann genervt reagieren. Co-Abhängigkeit nennen wir diese Beziehungen in der Psychologie.

Mangelnde Unterstützung erlebte ich auch in der Schule: Was ich gern lernen wollte, durfte ich nicht lernen, was mich nicht interessierte musste ich lernen und Fragen, die Schüler stellten, konnten oder wollten die Lehrer nicht beantwortet.

Später in der Medizin stellte ich fest, dass es teilweise an adäquater Unterstützung fehlt. einem Teil der Patienten wird übertrieben viel Unterstützung angeboten, diese Patienten werden übertherapiert und überfordert und entwickeln sich zu passiven Medizinkonsumenten. Bei anderen Kranken, vor allem bei seltenen Krankheitsbildern, bei Armen und sozial Ausgegrenzten werden wesentliche Bedürfnisse und Notwendigkeiten nicht erkannt, diese Patienten fühlen sich in ihren Nöten alleine gelassen.

Das erste Mal in meinem Leben lernte ich sinnvolle und richtig dosierte Unterstützung kennen, als mein Sohn auf eine Montessorischule ging. Dort lernten die Schüler ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußeren, es wurde von den Lehren viele Informationen und eine große Auswahl an Lernmöglichkeiten angeboten, welche die Schüler sich selbstständig erarbeiteten und vertieften konnten. Schüler und Eltern, die selbst Verantwortung für ihr Leben übernehmen wollen, profierten von dieser Unterstützung sehr.

Mir wurde klar, letztendlich kommt es bei Hilfe und Unterstützung auf  das richtige Maß an. Die Hilfe muss ausreichend sein und darf nicht überfordern. Menschen, denen geholfen wird, dürfen nicht das Gefühle erleben, dass sie hilflos oder wertlos sind. Bei guter Unterstützung und Hilfe kommt es darauf an, genügend Informationen zu erhalten, selbst mit entscheiden zu können und dem eigenen Gefühl vertrauen zu dürfen. Aus dieser ehrlichen Art der Unterstützung lernen beide, der Helfende und der Hilfesuchende.

Diese wertvollen Formen der Hilfe und Unterstützung benötigen wir in allen Lebensbereichen. Deshalb haben zwei Kollegen, Ursula Becker, Florian Sprater und ich im Januar die Lifenergy Healthcare GmbH begründet  siehe www.lifenergy.healthcare

Wir unterstützen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Menschen aller Altersgruppen, Kranke und Gesunde mit Informationen, damit ein gesundes, entspanntes, wertvolles und bewusstes Leben wieder möglich wird. Diese ganzheitliche Unterstützung kann vor einer Erkrankung schützen oder als Ergänzung zur medizinischen Behandlung in Anspruch genommen werden. Bisherige Therapien können damit verbessert werden, vor allem durch die gute und bewusste Kooperation mit sich selbst und der Umwelt. Damit bleiben Gesunde gesund, Ältere Menschen bleiben fit, Kranke werden nicht nur schneller gesund, sie können sich auch nachhaltiger vor weiterer Krankheit schützen. Eine wirkliche Unterstützung für nachhaltige Gesundheit erstreckt sich über die körperliche Gesundheit, die mentale und die emotionale Gesundheit und ganz besonders geht es um Bewusstsein und Bewusstwerdung. Erst wenn eine Person sich selbst, den eigenen Handlungen und der Folgen der Handlungen bewusst wird, kann sie sich selbst und andere besser vor Leiden schützen.

In diesem Sinne eine schöne neue Woche, schauen Sie gern mal vorbei bei www.lifenergy.healthcare

Gertrud Müller

 

 

Danke Mutter Erde

Heute am Muttertag sagen wir Danke an unsere Mütter, die uns durch Liebe und Nahrung das Leben ermöglichen.

Es ist wieder Mai geworden, in wenigen Tagen ist aus den kahlen Bäumen ein Blütenmeer und saftiges Grün geworden. Ich frage mich oft wie macht die Natur das, dieses wunderbare Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren, von Gestirnen, von Wetter. Die Natur lenkt die unendlich kleinen biologischen, physikalischen und chemischen Systeme und zugleich funktionieren die riesengroßen Milchstraßen mit ihren Millionen von Sonnensystemen. Es handelt sich bei der Natur nicht um ein statisches Phänomen. Die Natur bringt ständig neues Leben hervor, immer wieder entstehen neuartige Lebewesen, neue Verbindungen und Verknüpfungen, alles orientiert sich an natürlichen Gesetzen, an einem Tempo und einem Rhythmus, das allen Lebewesen Orientierung und Sicherheit gibt. Besonders deutlich wird dieses Wunder der Natur, wenn man vergleicht was für ein Chaos durch Menschen entsteht, die sich nicht an der Natur orientieren: sie erlassen Gesetze, die ständig revidiert werden müssen, weil die Gesetzgeber die Folgewirkungen nicht abschätzen konnten. Hochmütige und achtlose Menschen achten weder die Natur noch andere Wesen, sie erniedrigen und schädigen sich gegenseitig, rotten Tier- und Pflanzenarten aus und glauben dabei irrsinnigerweise noch die Krone der Schöpfung zu sein, leider glauben heute viele Menschen die Natur steuern zu können. Gerade mit dieser Überheblichkeit die Welt zu steuern, zerstören sie das Gleichgewicht der Natur und die eigenen Lebensgrundlagen. Sind wir Menschen dumm oder degeneriert? Ich vermute eher das Zweite. In ihrer Ignoranz und Arroganz gegenüber der Natur befassen sich die meisten Menschen nicht mit der Natur und erkennen nicht, dass sie selbst Natur sind, ein Teil dieser wunderbaren Natur. Erst wenn wir beginnen uns wieder mit der Natur anzufreunden, mit der Natur kooperieren, können wir bescheidener werden und erkennen, dass nicht wir die Natur steuern, sondern die Natur uns auf wunderbare Weise das Leben ermöglicht. Wenn wir uns an der Natur orientieren, verstehen wir das Prinzip der Kooperation, das Prinzip, den Archetyp der guten Mutter. Die gute Mutter versteht das natürliche Prinzip der Natur und kooperiert mit ihrem Kind, mit ihren Kindern,  damit erzeugt sie Harmonie für die ganze Familie. Eine gute Mutter lernt jeden Tag selbst dazu, bringt genau wie die Natur ständig neue Liebe hervor und nährt ihre Lieben. Eine gute Mutter ist jeden Tag dankbar, wenn sie selbst leben darf und dieses Leben weitergeben kann. Eine gute Mutter, weiß, dass sie selbst ohne die gute Mutter Erde nicht leben kann, sie versteht das Grundprinzip der Natur, das wechselseitige Versorgen, das uns die Natur kostenlos zur Verfügung stellt. Eine gute Mutter wird von dem Vertrauen getragen, dass es das Leben gut mit ihr meint und gibt dieses Vertrauen weiter. Eine gute Mutter weiß, dass wir alle Lernende sind und geht deshalb großzügig mit allem Unreifen mit Fehlern und Schwächen um.

Mütter, die sich ein Vorbild nehmen an der Natur, an der Mutter Erde werden jeden Tag kooperativere Mütter. Danke Mutter Erde, dass du uns das Leben schenkst, uns nährst und uns lehrst das Leben mit anderen zu teilen um wertvoll zu leben. Wer die Kooperation, das Grundprinzip der Natur und der guten Mutter Erde versteht und achtet, nützt anderen Wesen, schädigt weder sich selbst noch andere.

Eine schöne neue Woche und danke liebe Natur, danke gute Mutter Erde, danke allen Müttern, allen Menschen, die diese natürliche Liebe weitertragen.

Gertrud Müller

Familienfrieden

Wir wissen alle, dass es Familien gibt, die relativ harmonisch und friedlich zusammen leben und andere, bei denen es ständig Streit und Zerwürfnisse gibt. Natürlich gibt es in allen Familien Konflikte, Konflikte können gemeinsam gelöst werden, es können Kompromisse gefunden werden, Konflikte können jedoch auch in Streit enden, in Familiendramen oder in ewigen Familienfehden über Generationen hinweg weiter getragen werden. Diese Woche schickte mir ein Bekannter den Hinweis, dass am 25.4. der internationale Tag der Eltern Kind Entfremdung begangen wurde. Pressemitteilung zum Welt-EKE-Tag – PM Kindesmißbrauch durch EKE

Ein wichtiges Thema, das erst in den letzten Jahren bekannter wird. Früher wurde bei Paaren, die sich so streiten, dass die Kinder sehr darunter leiden von Rosenkrieg gesprochen. Dieser Begriff verharmlost jedoch die Auswirkung dieser Zerwürfnisse auf die Kinder. Heute wissen wir, dass der Krieg der Eltern soweit gehen kann, dass ein Elternteil den anderen so schlecht darstellt, dass Kinder sich nicht mehr trauen diesen Elternteil zu lieben. Eine Zerstörung der Beziehung zu einem Elternteil zerstört die Seele des Kindes. Jedes Kind wünscht sich von beiden Elternteilen angenommen und geliebt zu werden. Das Phänomen der Elternkindentfremdung wird heute als PAS bezeichnet: Parental Alienation Syndrom. Ein Elternteil zerstört systematisch die Beziehung des Kindes zu dem anderen Elternteil. Das Kind nimmt den anderen Elternteil nur von seiner dunkelsten Seite wahr und glaubt diesen nicht mehr lieben zu dürfen. Bei einer Trennung oder Scheidung versucht dieser Elternteil den Kontakt zu dem anderen Elternteil zu verhindern. Krieg, Gewalt und Frieden gibt es nicht nur zwischen Staaten. Kriege, Gewalt und Grausamkeit beginnen bereits in den Familien: erlernte Lieblosigkeit. Leider erscheint in der westlichen Zivilisation die Forschung und Investition in sozial-emotionale Themen nicht besonders wichtig, während die Investition und Forschung in Technik für sehr wichtig erachtet wird. Verbinden sich erlernte Lieblosigkeit und moderne Technik, dann können sich nicht nur Familien komplett zerstören, auch die ganze Menschheitsfamilie kann sich vernichten. Mögen wir erkennen, dass es jeden Tag in den Familien und im täglichen Miteinander wichtig ist, Konflikte zu deeskalieren. Mögen wir erkennen wie wichtig es ist, dass wir einander helfen, miteinander teilen und voneinander lernen.
In diesem Sinne lasst uns weiter erkennen wie lebensnotwendig wertschätzendes Miteinander ist. Wenn den Staaten sozialer Frieden nicht so wichtig erscheint, so lasst uns privat engagieren für ein friedliches Miteinander in der Familie, im Beruf und im alltäglichen Leben.
Eine friedliche neue Woche
Gertrud Müller