Die Zwei Welten-Logik

Seit mehreren Jahrtausenden führen Menschen immer wieder Kriege. Seit dem Mittelalter denken Menschen in einer starren Zweiweltenlogik.  In dieser Logik gilt der Mensch als gesund oder krank, als Herrscher oder Untertan, als gut oder böse, als Inländer oder Ausländer, als arm oder reich usw.

Im Zeitalter des Absolutismus waren Mischphänomene, Relativität und Paradoxien noch kein Thema. Eine Tatsache war richtig oder falsch, gut oder böse, so wie es der jeweilige Herrscher oder Papst bestimmte. Basta! Mit dieser Zweiweltenlogik können sich Mächtige erlauben Ohnmächtige zu unterdrücken und auszubeuten. Imperialismus, Kolonialismus, autoritäre Gesellschaftsstrukturen, Wirtschaftsrkiminalität, Politik-krimis lassen sich über diese Zweiweltenlogik erklären, vermitteln, diktieren und verharmlosen.

Der emanzipierte und reflektierte Mensch gibt sich mit dieser Logik nicht mehr zufrieden:

Jeder Mensch fühlt sich zeitweise gesünder oder kränker, ärmer oder reicher. Kein Mensch ist absolut mächtig oder absolut ohnmächtig. Wenn wir nicht mehr in dieser Zweitweltenlogik denken, ergeben sich eine Vielzahl von Handlungsmöglichkeiten für das Individuum:

  1. Einfluss auf die eigene körperliche Gesundheit gewinnen (Bewegung, Ernährung, Schlaf, Lebensfreude, unterstützende Beziehungen)
  2. Veränderung der eigenen Gedanken (Ziele fokussieren, Motive erkennen, Gedanken beruhigen und steuern, Strategien entwickeln, Träume und Wünsche realisieren)
  3. Bewusstwerden der eigenen Gefühle (Gefühle erleben, reflektieren, verstehen. Mitmenschen in ihren Gefühlen verstehen und wertschätzen) Das führt zur Entwicklung emotionaler Intelligenz
  4. Suchen und Finden von Bewusstheit und Lebenssinn. Erleben und Ermöglichen von Glück und Lebensfreude für sich selbst und andere.

Die ganzheitlich orientierte Person erlebt sich in der Folge als selbstbestimmtes Wesen. Das Leben kann wieder als vollständig und vollkommen erlebt werden. Das Bedürfnis andere zu dominieren, andere zu bekriegen, sich anderen unterzuordnen oder blind im Mainstream mitzulaufen, nimmt ab.

Nicht die Führungskräfte oder Revolutionäre beenden Imperialismus, Kolonialismus, Kriege und organisierte Kriminalität. Menschen, die über eine vergangene Zweiweltenlogik hinauswachsen, finden ihre innere Balance, sie schützen sich und andere vor Missbrauch und Übergriffen. Jeder einzelne Mensch, der das lernt trägt zur Überwindung der alten dunklen Menschheitsgeschichte bei.

Wenn Sie Unterstützung beim nachhaltigen und ganzheitlichen Leben wünschen und einen Beitrag leisten wollen, damit Ihre Familie, Ihre Firma, die Welt ein l(i)ebenswerter Ort bleibt und wird, dann melden Sie sich bei unseren Workshops von lifenergy.healthcare an oder schreiben Sie uns wir gestalten auch individuell angepasste Vorträge, Kurse und Filme um nachhaltiges und ganzheitliches Leben zu lernen und zu lehren

Mögen wir es schaffen für uns selbst und alle anderen Wesen eine l(i)ebenswerte Welt zu gestalten.

Eine schöne und gute neue Woche

Gertrud Müller

Mein letzter Tag

Diese Woche hörte ich eine Meditation, in der sich Hörer vorstellen können, es sei ihr letzter Lebenstag. Wir meinen oft der letzte Tag kommt durch den Tod. Dabei sind viele Tage letzte Tag, letzte Tage vom bisherigen Leben: Der letzte Kindergartentag, der letzte Schultag, der letzte Tag vom Arbeitsleben, der letzte Singletag vor der Hochzeit, der letzte Arbeitstag vor dem Urlaub, der letzte Tag in der alten Wohnung vor dem Umzug,…. Es gibt freudige und traurige letzte Tage. Abschiede, über die wir uns freuen und Abschiede, die traurig machen, schmerzen uns sogar manchmal die Zuversicht rauben. Leben bedeutet Abschiede erleben und immer wieder neu beginnen. Der letzte Tag bedeutet eine alte Ära endet und eine neue Ära beginnt. Es sterben Menschen, Tiere und Pflanzen und es werden neue Menschen geboren, neue Arten, Pflanzen und Tiere entstehen. Es vergehen politische Systeme und es werden neue Systeme gewählt, neue Gesetze erlassen. Alte Moden und Lebensweisen vergehen und es etablieren sich neue Werte und Gewohnheiten, alte Traditionen vergehen, neue Ideen und Erfindungen werden gemacht. Wenn ich diese Woche Bilder vom Abschied Queen Elisabeths II. sehe, spüre ich den Abschied einer Ära, den Beginn einer neue Ära und wie viel sich ändert. Vielleicht hat jemand Interesse die Meditation vom letzten Tag zu hören der Link ist am Ende des Blogs.

Ich versuchte nach dieser Meditation den Tag voller Präsenz zu leben und ich spürte wie glücklich mich vieles machte: In der Früh fuhr ich wie immer mit dem Radl in die Arbeit. Ich genoss jeden Augenblick: die Stille, die Morgendämmerung, den Duft beim Vorbeifahren am Bäcker, das Erscheinen des Lichts und der Sonne. Ich war dankbar in der Arbeit zu sein, bekannte Gesichter zu treffen, Patienten helfen zu dürfen. Nach der Arbeit suchte ich in der Buchhandlung nach einem Buch für meine Enkelin und ein Geschenk für den Geburtstag meines Enkels. Ich war so dankbar, dass es meine Familie gibt, dass ich meinen Enkeln, die in England leben, ein Paket schicken kann und sie trotz der Entfernung regelmäßig sehe. Es gab auch einige Dinge, die schwer waren, wie diese dauernden Nachrichten von Krieg und Elend ich weiß, dass ich dagegen im Moment nichts machen kann und ich übte auch diese schweren Seiten des Lebens und meine Ohnmacht und Hilflosigkeit zu akzeptieren. Eine ganz liebe Freundin schickte mir am Abend noch einen wunderbaren Vortrag von Doris Zölls vom Benediktus Hof, einem ZEN-Kloster, der passte zum Thema Werden und Vergehen und zur Akzeptanz von Freud und Leid (Der Link zu dem Vortrag ist am Ende des Blogs). Das Leben ist wunderbar, wenn wir jeden Tag dankbar als Ende des alten Lebens sehen und freudig als 1. Tag des neuen Lebens, das sich gerade entwickelt. Bei dieser Vorstellung können wir uns verbinden mit der Vergänglichkeit und der Beständigkeit des Lebens. Die übermäßige Angst fällt weg und auch das übermäßige Getrieben Sein. Es gilt ja nur diesen einen Tag zu ordnen, zu schaffen und zu genießen. In diesem Sinne viel Freude und Kraft für alle Lebenstage, die wir erleben dürfen, die letzten des alten Lebens und die ersten der neuen Zukunft.

Gertrud Müller

hier der Link zur Meditation https://youtu.be/A5cR9Mn60C8

hier noch der Link zum Vortrag https://youtu.be/gNplv2sglJo

krank werden – gesund bleiben

Deutschland rühmt sich eines der besten Gesundheitssysteme der Welt zu haben – Ist das so?

Diese Woche war ich auf einer Pressekonferenz der Bayrischen Krankenhausgesellschaft. Alarmstufe rot heißt die Kampagne mit der die Krankenhausgesellschaft derzeit auf sich aufmerksam macht: Pflegekräfte fehlen, die Arbeitsbedingungen sind zu anstrengend, der Beruf ist nach wie vor schlecht bezahlt. In Großstädten können sich die Pflegekräfte das Leben kaum mehr leisten. Ärzte kündigen, die Belastung ist zu hoch. Jetzt kommt nach der Coronakrise die Teuerung der Energiepreise hinzu. Vom Gesetzgeber wurden die Möglichkeiten begrenzt, die Kosten zu refinanzieren.

Zunehmende Bettenschließungen und Aufnahmestopp in Krankenhäusern sind die Folge. Einige Krankenhäuser und auch Pflegeheime werden diesen Winter finanziell nicht überleben. Die Senioren, Kranken und Pflegebedürftigen werden jedoch mehr. Wie soll dieses Ungleichgewicht kompensiert werden? Die Krankenhausgesellschaft warnt mit Alarmstufe rot eindringlich vor einen drohenden Versorgungsnotstand. Hier der Link zur Pressekonferenz in München.

Was ist zu tun?  Natürlich wird von der Politik mehr Geld und Entlastung erwartet. Das Pflegepersonal braucht günstigere Wohnmöglichkeiten und Anreize im Beruf zu bleiben. Bei einem Versorgungsnotstand braucht das gestresste Personal Fähigkeiten um mit der Belastung im Beruf besser umzugehen, die Bevölkerung braucht Informationen um möglichst gesund zu bleiben (mehr Präventionsprogramme der Krankenkassen) Menschen, die lange auf Behandlungen warten, brauchen Ausdauer und Widerstandskraft.

Das neue Zauberwort in Krisenzeiten heißt Resilienz. Es ist wichtig in Krisenzeiten nicht aufzugeben, nicht depressiv und hoffnungslos zu werden. Zudem wissen wir von dem Psychiater Viktor Frankl, der das KZ überlebte und nicht verzweifelte, wie wichtig in schwierigen Zeiten der Lebenssinn ist. Fähigkeiten wie Resilienz, Stressmanagement, Zuversicht und Sinnfindung sind bisher weder Unterrichts- noch Ausbildungsfächer.

Wir haben uns seit 25 Jahren die Mühe gemacht Wissen zur ganzheitlichen Gesundheit zu sammeln: Gesundheitsförderung für den Körper, Aufbau emotionaler Stabilität, Entwicklung von positiven, zuversichtlichen  Gedanken und Unterstützung durch Sinnfindung. In Notzeiten können diese Fähigkeiten wie ein Innerer Notfallkoffer sein, der uns hilft auch sehr schwierige Zeiten zu meistern. Schauen Sie gern vorbei auf unserer Homepage www.lifenergy.healthcare

Wir bieten Kurse, Vorträge, Coaching für Einzelpersonen und Unternehmen an. Gesundheit ist mehr als ein gesunder Körper. Gesundheit bedeutet auch in schwierigen Zeiten stabil zu bleiben: Körperlich, seelisch, mental und in der Verbindung mit anderen Wesen und der Umwelt.

In diesem Sinne bleiben wir mutig und zuversichtlich trotz aller Hürden und Hindernisses, suchen wir wieder nach neuen Möglichkeiten und Wegen und wenn wir uns gegenseitig beistehen werden wir auch Krisen meistern.

Eine gute neue Woche

Gertrud Müller

 

 

 

Der Preis ist zu hoch

Kennen Sie das, Sie sehen ein tolles Kleid, ein schickes Auto, eine Traumreise. Und dann ist da das Preisschild. Der Preis ist zu hoch. Sie entscheiden sich gegen den Kauf, weil Sie sich verschulden würden, weil sie noch andere Wünsche oder Verpflichtungen haben. Sehen wir unsere westlichen Industrienationen und die Weltbanken, Kriegskosten und die Oligarchen der Welt, so besteht der Verdacht das Preisschild ist verloren gegangen. Egal was es kostet, die Waffen, der Konsum die Luxusjacht, der Privatjet muss sein, alle Kosten werden gerechtfertigt, beschönigt, verharmlost. Bürger werden durch teure Werbung und billige Kredite verführt ebenfalls zu kaufen und zu konsumieren, wir haben uns kollektiv infiziert mit Konsumismus. Jeder kauft so viel noch geht, so lange es noch geht. Leider lassen sich die Kosten dieses Konsumismus, die Kosten für Kriege, für übertriebene Ressourcenverschwendung und Ausbeutung von Menschen und Erde nicht mehr verstecken. Wenn man in der falschen Richtung unterwegs ist und einen Gang höher schaltet um schneller zu sein, dem herannahenden Unheil zu entkommen, hilft das wenig. Das Einzige was hilft, wenn wir anhalten, uns neu orientieren und dorthin fahren wo wir hin wollen.

Anbei sende ich zwei Links von Filmen, die zeigen, dass wir definitiv nicht in der richtigen Richtung unterwegs sind.

https://www.ardmediathek.de/video/dokus-im-ersten/die-story-im-ersten-die-grosse-duerre/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuLzZkOTI2YjA4LTg4ZWItNGRjYS1hOWJiLTEyZTBhZmY1Y2U1OA

https://youtu.be/sWlbnNDu6OE

Wenn Sie diese Filme bis zum Ende angeschaut haben, werden Sie mir zustimmen, der Preis die Erde zu ruinieren, für unseren Konsumismus, ist definitiv zu hoch.

Was also sollen wir tun. Es sind zwei wichtige Maßnahmen nötig:

  1. Den übertriebenen Konsum und das übertriebene Wirtschaftswachstum aufgeben (Übergewicht, Übertherapie, Übermaß, Überforderung, Überlastung, Überteuerung Ressourcenverschwendung, …
  2. Mitgefühl und Kooperation aufbauen mit anderen Menschen, für Tiere und Pflanzen.

Insofern können wir uns beim Einkaufen immer fragen: Brauche ich das Produkt? Könnte ich mir das Gewünschte auch leihen, mit jemanden teilen? Kann ich etwas selbst herstellen, aus Materialien, die noch da sind, kann ich kaputte Gegenstände reparieren  Kann ich auch ohne diesen Gegenstand leben? Kann ich das Geld nützlicher investieren? Und in Bezug auf die Mitbewohner dieses Planeten können wir uns angewöhnen jeden Tag eine gute Tat für andere Menschen, für Tiere oder für Pflanzen zu tun.

Eines ist klar: wir kommen nicht weiter mit höher, schneller, weiter und mit der Hybris ich bin besser als du. Entweder wir lernen diese Lektion freiwillig oder wir werden es lernen müssen.

In diesem Sinne eine nachdenkliche und lehrreiche Woche

Gertrud Müller