Friedenskultur

Seit tausenden von Jahren herrschen Kriegskulturen unter den Menschen, Kriege wohnen in den Menschen, in der Phantasie und den Geschichten der Menschen. Komischerweise behauptet jeder Mensch von sich selbst er/sie sei friedlich, die Gewalt komme von den anderen. Was können wir Menschen tun, wie können wir denken und fühlen, damit wir friedliche und verständnisvolle Beziehungen, friedliche wertschätzende Familien erleben und eine Kultur des Friedens aufbauen? Marshall Rosenberg hat die gewaltfreie Kommunikation begründet, eine Möglichkeit achtsamer und wertschätzender zu kommunizieren. Der berühmte Psychotherapeut Carl Rogers hat festgestellt, dass positive Wertschätzung, Einfühlungsvermögen und Ehrlichkeit Beziehungen verbessern. Wenn wir uns ein verändertes Verhalten angewöhnen, bewirkt das die ersten Fortschritte. Die Möglichkeit des Friedens liegt jedoch viel tiefer in den sogenannten Neurotransmittern, den Botenstoffen in unserem Gehirn, in unseren stressverarbeitenden Systemen. Die Möglichkeiten des Friedens haben den Ursprung in unseren Gefühlen, die im limbischen System des Gehirns mit Hilfe dieser Botenstoffe verarbeitet werden. Erst wenn wir Frieden spüren und erleben, können wir auch daran glauben, dass Frieden möglich ist. Erst wenn wir anders wahrnehmen, wird sich eine Beziehung zu einer wertschätzenden Beziehung verändern. Wir können z.B. versuchen im wütenden Menschen oder in der Wut in uns selbst nicht mehr das „Böse“ zu sehen, sondern den Menschen der in Not ist, dessen Bedürfnisse gerade nicht erfüllt werden. Das heißt noch lange nicht, dass ich tun muss was der wütende will, es bedeutet ruhig bleiben trotz dem Stress oder der Unruhe, die der/die andere verbreitet. Der Aufbau einer Friedenskultur wird nur möglich, wenn wir verstehen, dass jeder vor uns andere Auslöser für Angst, Wut, Rückzug, oder Erstarrung spürt. Jeder spürt aus anderen Gründen Angst oder Wut, fühlt sich aus anderen Gründen hilflos und machtlos. Jeder hat andere Familienprogramme und Verhaltensweisen gelernt. Auch wenn uns diese Verhaltensweisen stören, können wir anerkennen, dass sie exitieren. Erst wenn ich diese Andersartigkeit bei mir selbst und anderen anerkenne, erwarte ich nicht mehr, dass sich der andere so verhält wie ich es gerne hätte. Vielmehr kann ich mir überlegen, wie kann ich mich schützen, dass mich das Verhalten des anderen nicht kränkt, mir nicht schadet. wie kann ich mich verhalten, dass der andere mich achtet, mir zuhört, mich unterstützt. Langsam können sich mit der Akzeptanz der Andersartigkeit anderer wertschätzende, freundliche und ehrlichere Beziehungen in Gruppen und Familien aufbauen. Das Gleiche gilt auch für den Aufbau zu Beziehungen in andere Kulturen: in anderen Kulturen werden andere Wertebeziehungen überliefert. Erst wenn wir lernen die Menschen aus anderen Kulturen in ihrer Andersartigkeit zu achten ohne sich dominieren zu lassen, werden wir neue Formen des Miteinanders kultivieren können. Wir können andere kennenlernen und uns selbst beobachten und schützen mit dem eigenen Anderssein. Anpassung und Unterdrückung ist dabei ein vollkommen falscher Begriff. Wir können nicht unser Gehirn einfach anpassen an ein anderes Denkschema, vor allem dann nicht, wenn die eigene Bezugsgruppe das nicht duldet. Friedenskultur bedeutet damit auch Frieden zu schließen mit der eigenen Familie und den Werten der eigenen Vorfahren. Manchmal bedeutet dieser ehrliche Frieden mit Familie oder Bezugsgruppe auch “nein“ zu sagen: Nein zu Umgangsformen, die in der eigenen Familie überliefert werden, Nein zu destruktiven Denk- und Verhaltensmustern der eigenen Tradition. Wir haben von den Ahnen teilweise sehr ungünstige Verhaltens- und Denkmuster ungefragt und unbewusst übernommen. Jeder kann damit beginnen zu erforschen, von welchen Denkmustern sie/er geprägt ist, und sich mit anderen über diese Muster wertschätzend austauschen. Diese Woche erhielt ich zwei sehr interessante Beiträge, die zeigen, dass wir weltweit noch viel umlernen können, damit vielleicht unsere Enkel und Urenkel später in einer Kultur des Friedens leben können. Hier sende ich euch den Link zu einem Beitrag über sehr dominante FamilenClans. Clans waren in der Vergangenheit sehr männlich orientiert, dominant und oft gewalttätig. Die heutigen Staaten orientieren sich immer noch an den Vorstellungen dieser Clans. Sie schützen die Obrigkeit und erlauben sich Bürger zu überwachen und durch Gesetze gefügig zu machen.  https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-welt-der-clans-verbrechen-macht-und-ehre-102.html

Der zweite sehr lesenswerte Beitrag zeigt, dass wir noch viel über den Zusammenhang von Ich und Wir, von Kultur, Familie und Leben verstehen und beobachten können um friedlich miteinander zu sein und zu leben. Hier der Beitrag über kulturelle Prägung.   https://www.deutschlandfunk.de/psychologie-kultur-praegung-unterschiede-verwandtschaft-individuum-100.html Natürlich kann jeder selbst überlegen und nachspüren, was hat mich geprägt, nach welchen Werten orientiere ich mich, was will ich aus der bisherigen Zeit in die zukünftige Zeit mitnehmen, was will ich so nicht mehr weitermachen, was will ich nicht mehr erleben. Wir haben jetzt in diesem weltweiten Chaos die einmalige Chance die Kultur der Zukunft mit zu gestalten. Nützen wir diese Chance!

In diesem Sinne einen schönen Sonntag und eine gute neue Woche

Gertrud Müller

Auferstehung und Frühling

Ostern ist das Fest der Überwindung des Todes, der Frühling ist ein Fest der Natur zur Überwindung des Winters. Wie viele Helden in der Geschichte haben schon gezeigt und bewiesen, dass es möglich ist, scheinbar unmögliche Herausforderungen  zu überwinden. Mögen wir Menschen auf dieser Welt zu Ostern und zum Frühlingsbeginn wieder unsere hoffnungsvollen, heldenhaften und genialen Fähigkeiten entdecken und über die bisherigen Begrenzungen, über Krankheiten und Kriege hinaus wachsen. Mögen wir Gefühle der Befreiung von Angst erleben, mögen wir uns befreien von Stress und Unterdrückung. Mögen wir Gipfelerlebnisse, Sonnenaufgänge und all die schönen Momente des Lebens mit in den Alltag nehmen, mögen wir Freude und Dankbarkeit kultivieren. Mögen alle Menschen auferstehen zu einem befreiten und erlösten Menschsein und all das Schöne dieser Welt genießen. Mögen die Menschen aus den Albträume der kriegerischen und kranken Vergangenheit erwachen, sich die Hand zur Versöhnung reichen, einander helfen, miteinander teilen und voneinander lernen. Auch wenn das heute wie eine Utopie erscheint, es sind schon viele Utopien Wirklichkeit geworden. Ich durfte ein altes Ehepaar erleben, die erzählten mir, dass in ihrer Kindheit als absolut unmöglich erschien, dass Menschen zum Mond fliegen. 1968 als sie vor dem Bildschirm saßen und erkannten, dass das absolut Unmögliche Wirklichkeit geworden war, brauchten Sie Tage um zu begreifen, dass wir Menschen es selbst sind die Dinge als unmögliche Ereignisse einordnen.
In diesem Sinne ein hoffnungsvolles und frohes Osterfest und schöne Frühlingstage.

Gertrud Müller

Plagen überwinden

Bereits in der Bibel wird davon berichtet, dass Menschen diverse Plagen überwinden mussten: Wasser wurde ungenießbar, Frösche vermehrten sich, Stechmücken plagten Mensch und Tier, Hagel, Heuschrecken und Finsternis bedrohten die Menschen, die Erstgeborenen starben. Auch heute kommt es uns so vor als würden wir von diversen Plagen heimgesucht: Eine Autoplage in den Städten, Umweltschäden auf der ganzen Erde, gierige Heuschrecken fressen den Lebensunterhalt der Menschen auf, Seuchen und Wirtschaftskrisen bedrohen viele, Kriege und Terror töten und verletzen Menschen, Tiere und die Natur. In der Bibel konnten damals diese Plagen durch den Auszug aus Ägypten beendet werden. Heute reicht eine räumliche Veränderung nicht mehr um die aktuellen Plagen aufzuhalten. Heute brauchen wir viele geniale Ideen, wertschätzende und friedfertige Menschen und eine nachhaltige Umstellung der bisherigen Systeme um die Systemfehler der Vergangenheit zu überwinden und das „gelobte Land“ zu erreichen. Tröstlich ist, dass keiner derzeit die optimale Lösung kennt. Das bedeutet nicht, dass wir uns ausruhen können und uns verlassen können, dass andere die Lösung finden. Statt dessen können und müssen wir uns alle auf die Suche begeben: Wie kann diese Erde ein besserer Ort werden? Wir sind alle aufgerufen das gelobte Land hier auf dieser Welt zu suchen, zu finden und zu gestalten.

In diesem Sinne eine schöne neue Woche.
Herzliche Grüße
Gertrud Müller

Diskriminierung und Erlösung 

Diese Woche habe ich gelesen, dass es eine neue Form der Ausgrenzung gibt, Ageismus, das bedeutet Ausgrenzung  wegen Alter. Wenn ich die letzten zwei Jahre zurück denke frage ich mich, wer wird derzeit eigentlich nicht ausgegrenzt oder eingesperrt? Sitzen wir nicht alle auf dem gleichen Boot, auf dem gleichen Planeten? Machen wir nicht alle mehr oder weniger große Fehler? Schaffen wir es als Einzelne, als Staat, Religion, Ideologie, Politik, Wissenschaft oder Wirtschaft die Welt friedlich zu steuern oder zu erlösen? Vielleicht ist die Lösung viel einfacher als wir denken. Möglicherweise brauchen wir Menschen nicht die ganze Welt steuern und erlösen. Vermutlich reicht es, wenn jeder sich um seinen Lebensbereich kümmert, den Rest steuert und erlöst die Natur, das Universum. Wenn sich Menschen gut um ihr Wohlergehen kümmern werden Selbstheilungskräfte aktiv, das kann ich mein ganzes Leben schon beobachten. Selbstheilungskräfte gibt es auch in Gruppen, Staaten und bei Konflikten. Wenn wir Menschen uns gegenseitig vertrauen, uns gegenseitig erlauben uns selbst zu spüren und zu entscheiden  was uns gut tut, dann ersparen wir uns viel Kontrolle der Umwelt und von anderen. Diese Fokussierung auf das eigene Wohlergehen auf den eigenen Lebensbereich kann der ganzen Welt eine spürbare Entlastung bringen. Wir brauchen nicht mehr für andere kämpfen, Soldaten müssen nicht mehr für den Staat und auf Befehl auf andere schießen. Mütter müssen ihre Söhne nicht mehr verlieren und nicht mehr mit ihren Babys aus Kriegsgebieten fliehen. Wenn sich die Menschen friedvoll um das eigene Wohlergehen kümmern und das gleiche den anderen zugestehen, dann hören Krieg, Mord und Totschlag auf. Wir können heute damit beginnen unser Wohlergehen zu verbessern. Wir können lernen uns zu beobachten und uns immer wieder fragen, bin ich auf dem richtigen Weg:

1. Sorge ich gut für meine Gesundheit?

2. Was denke ich? Sind es dankbare, wertschätzende oder unzufriedene, abwertende Gedanken?

3. Welche Gefühle spüre ich? Sind es aggressive/unterwürfige Gefühle, sind es Gefühle der Trauer, der Angst, der Hilflosigkeit? Oder spüre ich Gefühle der Freude, des Genießens, der Neugierde, der Zuneigung?

4. Macht das was ich tue einen Sinn? Lebe ich so, wie ich leben möchte, oder so wie es andere von mir erwarten?

Erst wenn es uns gelingt diese Fragen ehrlich zu beantworten, können wir beginnen ein ehrliches authentisches Leben zu führen. Erst dann beginnt das neue Leben, ein selbstbestimmtes und zugleich kooperatives Leben. Dann werden wir aufhören uns gegenseitig zu diskriminieren und uns gegenseitig ein- und auszusperren. Falls Ihr/Sie Unterstützung braucht/brauchen bei dem Weg in ein befreites und kooperatives Leben, meldet euch, melden Sie sich gern. Zwei Kollegen und ich haben heuer www.lifenergy.healthcare gegründet um Menschen auf dem Weg zu mehr Gesundheit, Klarheit, Wohlfühlen und Balance zu begleiten. Hier noch der Link zu einem Lied von Konstatin Wecker aus den 80er Jahren. https://youtu.be/NOb8pQD14RE Ich erinnere mich noch gut, auch damals gab es schon die Idee eine neuen friedlichen naturverbundenen Kultur, es gab viele Demonstrationen für den Frieden und viel Engagement für ein gutes Zusammenleben mit der Natur. Wir haben es leider noch nicht geschafft uns diesem Ideal anzunähern. Es ist menschlich, dass Menschen für große schwere Herausforderungen viel Mühe und Zeit brauchen. Es braucht Zeit, Geduld und Engagement um tausende Jahre Kriegsgeschichte zu überwinden und eine neue friedliche Kultur aufzubauen. In diesem Sinne eine schöne neue Woche mit viel Mut, Zuversicht, Freiheit, Geborgenheit und gegenseitiger Unterstützung, eine gute neue Woche für eine gute, engagierte und zuversichtliche neue Welt
Gertrud Müller

Frieden führen

Diese Woche ist mir ein Zitat eingefallen von Dalai Lama: „wir müssen den Frieden genauso konsequent führen wie den Krieg“ Ich habe überlegt: Wer führt eigentlich Frieden hier auf Erden? Schon als ganz kleines Kind, störte es mich, wenn Menschen sich streiten schlagen, sich Gewalt antun und schlecht übereinander sprechen. Der Krieg wird mit diesen Verhaltensweisen nicht nur an der Front geführt mit Schwertern, Gewehren  und Panzern, der Krieg erobert mit kriegerischem Denken und Verhalten den Alltag: Familienkrieg, Arbeitskämpfe, Wirtschaftskrieg, politischer Krieg, Glaubenskriege, Meinungskriege, Kriege der Staaten der Kulturen, sprachliche Kriege, Formen von Einsperren und Ausgrenzung … Der Krieg ist uns geläufig, ist sichtbar mit Feuer, Tod und Schrecken. Und was ist Frieden? Wer kann ihn führen? Wer kann den Frieden sichtbar machen? Als Kind in der Schule sagte ich: „Ich möchte einmal Frieden studieren“ dann wurde ich ausgelacht. Je älter ich wurde desto mehr erkannte ich, dass Menschen sich wirklich wenig mit Frieden beschäftigen, obwohl sie sich die meisten ein friedliches Zusammenleben wünschen. Das kriegerische Denken und Handeln ist so verinnerlicht, dass der Friede nur mehr nach oder mit dem Tod als Möglichkeit erscheint: am Friedhof, da darf Friede und Stille, Ruhe, Grabesruhe sein. Natürlich gibt es auch hier noch manche Unruhen und Fehden, Gräberschändung usw. aber meist sind Friedhöfe Orte der Ruhe. Selbst das Schlachtfeld von Verdun ist nach dem sich tausende Menschen niedergemetzelt hatten ein sehr ruhiger Ort geworden. Müssen wir Menschen erst sterben um friedlich zu sein? Geht es nicht, dass wir zu Lebzeiten Frieden finden? Friede lässt sich nicht erkämpfen, erzwingen oder erpressen. Frieden muss zuerst im Inneren des Menschen gesucht, erspürt, erlebt und kultiviert werden. Der Friede liegt genauso wie das kriegerische ganz tief in unserem Menschsein: in den Hormonen, in den Neurotransmittern, im vegetativen Nervensystem, in Gedanken und alten Geschichten, in automatisierten Handlungen. Wenn wir den Frieden außen in anderen Menschen, in der Natur, im Leben suchen fällt es uns schwer Frieden zu finden. Jedes Lebewesen will leben, will sich behaupten, neigt dazu Grenzen und Lebensräume anderer Lebewesen zu gefährden. Bei der genaueren Beobachtung von Mensch und Natur fällt auf, dass Menschen, Tiere und Pflanzen erst bei Bedrohung die Eigenschaft entwickeln sich zu bekämpfen und sich zu verteidigen. Solange Lebewesen in Kooperation miteinander leben, werden Grenzen ganz natürlich geachtet. In einem gesunden Körper kooperieren die Organe und Funktionssysteme miteinander. Das Herz sagt nicht: ich möchte lieber die Lunge sein, das Gehirn sagt nicht: wenn du Muskel nicht machst was ich will, dann töte ich dich. In einem gesunden Körper ist Frieden und alle Organe arbeiten miteinander und füreinander. Ein gesunder Organismus sucht sich eine gesunde Umgebung. Kranke Zellen, Organe, kranke Pflanzen und Tiere haben diese Kooperation verloren, sie leben in Kampf, in Bedrohung und Krieg. Fügt man diese Beobachtungen zusammen wird Frieden führen verständlicher und lebbarer. Kooperation ist das Zauberwort. Ehrliche wertschätzende, einfühlsame Beziehungen, die Bereitschaft mit anderen Menschen mit den Tieren und der Natur zu kooperieren führt zu Frieden. Bedrohung, Erniedrigung, Zwang und Lüge führen zu Krieg. Jeder Mensch hat jeden Augenblick des Lebens die Möglichkeit sich für Krieg und kämpferische Formen der Interaktion zu entscheiden und jeder Mensch kann sich jeden Augenblick für Kooperation und Frieden entscheiden. Damit hat Dalai Lama recht. Wir können Frieden führen, wenn wir es wollen. Wenn wir immer wieder auf ehrliche, wertschätzende Formen der Kooperation achten, wird sich Frieden einstellen. Mein Wunsch für die Menschheit: Mögen sich immer mehr Menschen dazu entscheiden Frieden zu führen und mit anderen Menschen mit den Pflanzen und mit der Natur kooperieren.

In diesem Sinn wünsche ich uns allen eine friedliche neue Woche

Gertrud Müller

Hier noch ein sehr schöner Text, den mir die Tochter einer Freundin gesendet hat und ein Link zu einer Unterschriftenaktion der Friedensnobelpreisträger, ein Aufruf zum Frieden https://secure.avaaz.org/campaign/de/no_nuclear_war_loc/?fpla

Krieger des Lichts – Wut und Gutes tun

Normalerweise kennen wir wütende Menschen, die brüllen, schlagen, zerstören sich gegenseitig bekämpfen. Der Sinn von Wut und die Energie der Wut hat ihren Ursprung in der Wehrhaftigkeit. Mit Wut wehren wir uns gegen Übergriffe, schützen uns vor Gewalt, wir
bekämpfen wütend alle Lebensbedrohungen und verhindern durch Wut weitere Zerstörung. Gerade werden wir wieder in einen Strudel, einen Kreislauf von Wut und Zerstörung getrieben, gezerrt und gezogen. Auch ich spürte diese Woche viel Wut: Wut auf Menschen, die eine Zerstörung der Welt vorantreiben. Wut auf Männer, die sich gegenseitig erschießen statt Weizen für den Herbst zu sähen. Ich spüre Wut auf ein Gesundheitssystem, das gerade Kinder, Schwache und Senioren nicht mehr schützt. Ich spüre Wut, weil auch meine liebe Mutti mit 93 Jahren an diesem System leidet. Ich spüre eine Wut auf die vielen gleichgültigen Menschen, die das nötigste ihrer Rolle erledigen und anschließend auf ihren Sofas Gewalt-Filme streamen statt zu erkennen, dass alles sehr schief läuft und wir uns engagieren müssen, solange es noch geht. Ich spüre Wut auf die Hilflosigkeit, die uns in der bürgerlich- passiven Rolle zugeteilt und zugemutet wird. Ich spüre Wut auf viele Möchtegernwichtigtuer, die sich in den Medien breit machen und mit ihrem spaltenden Gerede alles nur verschlimmern. Und genau in dieser Wut spüre ich, dass Schreien, Anklage, terroristisches Aufbegehren, unzählige Demonstrationen nichts bringen. Wir brauchen jetzt eine andere Wut, eine transformierende Wut. Eine Wut die alle aggressiven Impulse in Gutes tun verwandelt. Wir dürfen in dieser Wut nicht weiter zerstören. Wir können eine neue Armee aufstellen: Wir brauchen Krieger der Liebe und des Lichts. Wir brauchen Menschen, die bereit sind, in all dem Chaos Gutes zu tun, gute Vorbilder zu sein. Die Zukunft braucht vor allem liebevolle Menschen, Menschen, die miteinander teilen, Menschen die voneinander lernen, Menschen, die einander helfen. Bitte werden auch Sie, werde auch du ein Krieger der Liebe und des Lichts, für eine bessere Zukunft für würdevolles Menschsein, für das Wohl der Tiere und für den Schutz und die Liebe zur ganzen Natur.
In diesem Sinne eine schöne neue Woche mit vielen guten Taten und liebevollen, leuchtenden Vorbildern.
Gertrud Müller

 

 

Schöne Aussichten

Wenn ich zwischendurch mal wieder einen Blick in Zeitung und Fernsehen werfe um zu sehen, was los ist in der Welt da draußen, dann sehe ich meist grausame und pessimistische Bilder, höre angstmachende schlechte Nachrichten. Nachdem ich das nötigste gehört und gesehen habe, schalte ich wieder ab. Das ist nicht die Welt, die ich erleben will. Gott sei Dank gibt es nicht nur das menschengemachte Desaster, sondern auch die wunderbare Natur, die wieder zu blühen beginnt. Die Tage werden heller und die wunderbaren Sonnenstrahlen erwärmen die noch recht kalte Luft. Das wunderbare am menschlichen Gehirn ist, dass wir nie dort verweilen müssen, wo das Elend ist. Wir können immer das Neue, das Bessere suchen, wir können nach Hoffnung, nach Liebe, nach einem besseren Leben streben. Selbst wenn sich die Menschen um uns herum total verirrt haben, müssen wir nicht in diesem Elend gefangen bleiben. Wir können immer einen neuen Weg suchen, können uns eine bessere Welt erträumen. Wir können planen wie diese glückliche Welt aussehen kann und dann können wir anfangen umzubauen. So werden aus Ruinen Prachtbauten, aus verwildertem Gestrüpp werden prachtvolle Gärten, aus lieblosen Beziehungen Freundschaften, aus Kriegen wird Frieden. Viele Menschen können das noch nicht. Leider haben sich weltweit Regierungen und Bürger kriegerisches Handeln angewöhnt, sie pflegen kriegerisch-feindseliges Denken und ihre Gefühle sind verkrustet und verhärtet. Schwerste Traumata haben unsere Vorfahren in den Jahrhunderten der grausamen Vergangenheit erlebt, die dunklen Gedanken und feindseligen Gefühle dieser Zeit belasten die Menschen heute noch; viele sehen deshalb Krieg und Waffen immer noch als Lösung von Mangel und Konflikten.

Wir können trotz dieser Traumata und schlechten Erfahrungen Menschen beobachten, die fähig sind zu lieben, zu vergeben, die mitten im Leid Hoffnung und Schönheit kultivieren. Wir können Mitmenschen beobachten, die Vertrauen üben, lernen und lehren, einander mit Güte begegnen. Schade, dass dieses menschliche Potential in den Medien kaum erwähnt wird. Umso wichtiger ist es, dass wir uns gute Nachrichten erzählen, dass wir hoffnungsvolle Gedanken und Geschichten erfinden, suchen und weitergeben.  Auch ich empfinde einen tiefen Schmerz, wenn ich hilflos miterlebe, welche Grausamkeit sich Menschen gegenseitig antun. Mein Weg ist nicht der Kampf gegen diesen Krieg, mein Weg ist es Menschen in meinem Umfeld so gut es geht zu unterstützen, ich will Oasen des Friedens bauen, in denen Feindschaft und Kriege keinen Platz mehr finden und nicht mehr gedeihen. Mein Vorbild und mein Trost sind die friedlichen Bilder der Natur.  Ich liebe es auf Berge zu steigen oder auf Hügel zu radeln. Von hoch oben blicke ich gern ins weite Land. Der weite Horizont, Täler, Dörfer, die Städte in der Ferne, hier sieht die Welt so friedlich aus, wie ich sie mir erträume. Hoffentlich machen wir Menschen wieder einen Entwicklungssprung in der Geschichte und erkennen, wie wertvoll es ist, gut für uns selbst und für andere zu sorgen. Wenn uns das gelingt, dann können wir wieder in Freundschaft mit den anderen Menschen mit den Tieren und der Natur zusammenleben. Je schwieriger sich die Welt da draußen zeigt umso hilfreicher ist es schöne Aussichten zu suchen und zu finden.
In diesem Sinn eine gute Woche mit vielen schönen Aussichten.
Viele liebe Grüße
Gertrud Müller

        

Resilienz – SOS für die Seele

Diese Woche habe ich selbst gespürt wie ich an meine Grenzen komme, trotz guter Organisation habe ich einen Termin übersehen, ich spüre dass ich mir immer wieder mal Sorgen mache bezüglich der weiteren Entwicklung. Gespräche mit verzweifelten Mitmenschen gestalten sich teilweise schwierig: was soll ich an Hilfe anbieten, wenn bei manchen Menschen die aktuelle Situation so hoffnungslos erscheint? Es will sich wenig Harmonie einstellen, in diesen Krisenzeiten, mit den dauernden schlechten Nachrichten, der gegenseitigen Aggression von Menschen, wenn jeden Tag wieder irgendwelche  Veränderungen und immer neue Herausforderungen bewältigt werden müssen. Mitmenschen reagieren teilweise hilflos, teilweise aufgeregt, aggressiv, einige sehen sich gezwungen ganz schnell etwas zu tun und wirken übermäßig agitiert, andere werden ganz still, traurig, deprimiert, schildern Gefühle der Verzweiflung und fragen sich: Wie kann das Leben weiter gehen?

Letztendlich hat jeder andere Herausforderungen, wenn ein Leid geschieht, jedes Leid hat komplexe Ursachen. Gerade wenn sich das Leben gut und sicher anfühlt rechnet niemand ernsthaft mit Krankheit, Krisen oder Krieg. Wenn wir das Leben auch im Leid bewältigen wollen, bleibt nur eines: weiterleben und irgendwie durch die schlechten Zeiten durchkommen, so hart das ist.

Dazu benötigen wir Resilienz. Resilienz bekommt niemand geschenkt, Resilienz können wir üben:

Resilienz wird z.B. erreicht durch:

Akzeptanz und Lebenszufriedenheit, das heißt Dankbarkeit für alles was ist, es kann in sehr schwierigen Situationen z.B. nur mehr das Atmen sein: ich bin dankbar, dass ich atmen kann. Wir können dankbar sein über die Schmerzfreiheit, über ein freundliches Gesicht, ein nettes Lächeln, eine hilfreiche Geste, für unterstützende Worte und hilfreiche Gedanken.

Die Widerstandskraft gegenüber widrigen Umständen wird verbessert durch weniger Strenge und Güte gegenüber sich selbst und gegenüber anderen. Diese Güte gilt es möglichst schon in guten Zeiten zu trainieren.

Im Bereich von akuten, kritischen Lebensereignisse ist es vor allem wichtig Ruhe zu bewahren, kognitiv flexibel zu sein und zu bleiben; das heißt möglichst wach bleiben, alles genau beobachten, bereit sein für alle möglichen außergewöhnlichen Ereignisse und zuversichtlich bleiben. Nicht nach alten Mustern handeln, sondern immer wieder die richtigen Lösungen in der jeweiligen Gefahrensituation suchen und finden.

Die Anpassungsfähigkeit an neue Ereignisse ist eine weitere wichtige Eigenschaft, die bei allen unvorhergesehenen Situationen hilfreich ist.

Sie können selbst prüfen, über welche Resilienzfaktoren Sie bereits verfügen, welche beherrschen Sie und gleichzeitig können Sie prüfen was fehlt mir noch, was kann ich üben.

Resilienzfaktoren können wir immer wieder trainieren in guten und in schlechten Zeiten.

Hier ein paar Übungen um Resilienz aufzubauen.

Die geschützte Höhlen-Übung:

Begeben Sie sich an einen sicheren Ort. Im Sitzen oder Liegen atmen sie ruhig ein und aus und stellen Sie sich vor in einer gut geschützten Höhle zu sein und zugleich in die offene Weite zu blicken.

Sagen Sie sich selbst immer wieder:

  • Es ist alles gut, ich bin geschützt,
  • das Leben sorgt gut für mich
  • das Leben hat bisher gut für mich gesorgt
  • ich lebe und vertraue darauf, dass das Leben weiter gut für mich sorgt.

Gerade in Situationen, die sehr beunruhigend sind, kann diese Übung Trost, Ruhe und Linderung der Angst, der Wut oder der Hilflosigkeit bringen.

Die 4 Gute Wünsche Übung

Diese Übung wird gesprochen um sich selbst und andere innerlich zu stärken. Die Worte können Sie für sich selbst (ich) sprechen, für andere (du) und es geht auch, dass wir diese Übung für uns alle sprechen  (wir). Die 4 Sätze können laut ausgesprochen oder gelesen werden, wie ein Mantra gesungen werden oder leise  im Alltag wiederholt werden: beim Einkaufen, beim Aufstehen, bei Begegnungen mit anderen. Diese Übung wirkt tröstend, gesundheitsfördernd, versöhnend und stabilisierend

  1. Möge ich/du/wir glücklich sein,
  2. Möge ich/du/wir frei sein von inneren und äußeren Gefahren.
  3. Möge  ich/du/wir gesund sein.
  4. Möge ich/du/wir unbeschwert im Alltag leben.

Übung: Urlaub von der Krise/Krankheit:

Es ist wichtig immer wieder Abstand zu gewinnen, zu der aktuell schwierigen Situationen, damit das Denken und die Gefühle zuversichtlich bleiben

Stellen Sie sich ein glückliches Erlebnis vor, oder eine erwünschte Situation.

Diese Übung eignet sich gut als Gehmeditation in der Natur.

Atmen Sie ganz natürlich ein und aus. Sagen Sie beim Atmen folgende Sätze:

Beim Einatmen gönne ich meinem Körper Ruhe

Beim Ausatmen lächle ich

Beim Einatmen genieße ich diesen Augenblick

Beim Ausatmen weiß ich, es ist ein wunderschöner Augenblick

Mit dieser Übung befreien Sie ihr Gehirn aus dem Sorgen- und Stressmodus und helfen den Gedanken, Gefühlen und auch den ganzen Körper zu entspannen.

Singen

last not least ist Singen eine wunderbare Möglichkeit sich selbst und andere zu erfreuen und zu stärken. Wir singen seit vielen Jahren in einem kleine Friedenschor „peace chant people“ und haben sogar schon eine CD aufgenommen mit Friedensliedern (Cover siehe unten)

Vielleicht gönnen Sie sich gelegentlich die Zeit zu singen. Es ist eine wirkungsvolle Vorsorge und hilfreiche Strategie, wenn uns das Leid im Leben begegnet.

Zusätzlich ist es natürlich auch wichtig gut vorzusorgen für Gefahren. Das Bundesinnenministerium hat für Notfälle eine Vorsorgeliste erstellt siehe dieser Link https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber/ratgeber-notfallvorsorge.pdf?__blob=publicationFile&v=15

und es gibt die Nina Warn-App, falls unvorhergesehene Risiken eintreten

Ich wünsche uns ein gutes Überstehen der guten und auch der schlechten Zeiten, beides bedeutet Leben. In den guten Zeiten können wir das Leben genießen in schlechten können wir uns gegenseitig helfen, miteinander teilen und voneinander lernen

In diesem Sinne eine gute neue Woche und viele liebe Grüße

Gertrud Müller

Führung und Gewalt

Immer wieder lesen wir in Geschichtsbüchern und auch in der aktuellen Berichterstattung, dass es dem einfachen Bürger untersagt ist Gewalt auszuüben.  Gewalt und Gesetzesbrüche von Bürgern werden geahndet, bestraft, Bürger werden zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, in manchen Ländern droht ihnen die Todesstrafe. Ganz andere Regeln herrschen bei Führungskräften, je höher der Status, den sie erreichen konnten, desto höher die Immunität, die Amnestie, die ihnen gewährt wird: Mord wird nicht geahndet oder verurteilt, Vergewaltigung ist dann ein Kavaliersdelikt, Betrug sind Investitionen, Fehlinformationen werden öffentlich als Wahrheiten verkauft, Missbrauch von Kindern kann systematisch versteckt werden. Wie konnte und kann es zu dieser Schieflage kommen? Menschen neigen dazu unterschiedliche Charakterzüge als Persönlichkeitseigenschaften auszubilden. In der kriegerischen Historie entwickelten sich einige zu den „Starken“. Stärke wurde bewundert und gelobt und zugleich gefürchtet. Stärke wurde und wird oft durch Grausamkeit erreicht. Es gab und gibt körperliche Grausamkeiten, emotionale Grausamkeit, Grausamkeit durch falsche Informationen und sexualisierte Grausamkeit, Grausamkeit durch Lüge und Verrat. Diese Grausamkeit löste bei vielen anderen Angst und Schrecken aus. Die Menschen erzählten sich davon und sie lernten sich durch Flucht, Anpassung, Obrigkeitshörigkeit dieser Grausamkeiten zu entziehen oder sie lernten Grausamkeiten zu ertragen. Bereits im Elternhaus erleben die einen Bevorzugung und Privilegien andere Unterdrückung und Beschämung. Das Spiel geht in der Schule so weiter wird in den Peergroups stabilisiert, es entwickeln sich Verhaltensformen der Starken, der Schwachen und der Angepassten. Im Erwachsenenalter zementieren sich diese Eigenschaften als berufliche, gesellschaftliche Rolle und als Status der Person des öffentlichen Lebens. Diese Mechanismen nennen wir gesellschaftliche Ordnung, die es zu erhalten gilt. Natürlich kommt es immer wieder zu Verwerfungen dieser Ordnung, meist wieder durch Führung und Gewalt. Heute wird die körperliche Gewalt unmodern und es entwickeln sich neue Formen von Führung und Gewalt: Cybergewalt, wirtschaftliche Gewalt, Propaganda und neue Privilegien oder Bestrafung der Menschen durch Zugangsrechte, Entzug von Lebensgrundlagen und Kontrolle. Dass die meisten Menschen Angst haben vor diesen Gewaltformen und sich durch Anpassung schützen ist leicht zu verstehen, aber was passiert bei den gewaltsamen Führern? Warum werden sie so grausam und skrupellos? Grausamkeit ist nicht angeboren, Grausamkeit ist erlernt. Als Kinder spüren diese Persönlichkeiten, dass sie sich wehren müssen, dürfen oder können. Die einen erleben Unterdrückung, Demütigung und Gewalt und empfinden das mit der Zeit als ungerecht. Aggressionen werden ausgelebt müssen nicht mehr versteckt werden. Andere wachsen in Elternhäusern auf in denen Gewalt über andere das tägliche Brot ist. Angestellte werden erniedrigt, Ausbeutung und Demütigung von anderen Menschen und Tieren, von der Natur ist normal und wird dadurch im Alltag nicht mehr als ungerecht erlebt. Aus diesen Erfahrungen entwickelt sich Narzissmus (Selbstverliebtheit und Sucht nach Anerkennung) Psychopathie (Angstlosigkeit gegenüber anderen und gesellschaftlichen Regelungen) und Sadismus (Grausamkeit). Entwickeln sich alle drei dieser Eigenschaften in einer Person sprechen wir von dunkler Triade. Diese Menschen sind zu allem fähig. Sie tauchen auf als Massenmörder, können unerkannt große Organisationen leiten, entwickeln kriminelle Organisationen, sie können in politische und militärische Ämter aufsteigen, ja sogar Staatsoberhäupter werden. Erst wenn der Schaden zu groß und zu offensichtlich wird erkennen die gutmütigen, angepassten Bürger, was wieder passiert ist. Viele fragen sich warum lässt die Natur so etwas zu. Die Natur hat zwei wesentliche Grundlagen: Entwicklung und Kooperation. Menschen kooperieren mit Narzissten, mit Psychopaten und Sadisten. Viele sind sogar anfangs ganz dankbar, wenn jemand das Sagen hat und die Richtung vorgibt. In diesem Zusammenhang entwickeln sich seit Jahrtausenden Gesellschaftssysteme mit dominanten, starken bis gewaltigen Führungspersonen und untergeordneten „braven“ und „angepassten“ Bürgern. Früher waren die Schäden von Millionen Toten auch eine Katastrophe, die Natur konnte sich jedoch auch nach schweren Kriegen wieder erholen. Die Menschen sind inzwischen wesentlich intelligenter geworden,  leider nicht sozial kompetenter. Gewaltige Führungskräfte können heute wesentlich gefährlicher werden als früher. Im schlimmsten Fall können Führung und Gewalt die ganze Menschheit auslöschen. Wenn wir langfristig daran etwas ändern wollen, dürfen wir gewaltsame Führung nicht mehr verherrlichen, wir müssen diese Mechanismen durchschauen, in der Kindererziehung, in den Medien, in der Politik, in der Wirtschaft. Wir brauchen in der Zukunft friedliche und wertschätzende Führungskräfte und mündige selbstbewusste Bürger.  Dann kann sich eine gute Zukunft für alle entwickeln.
Ich wünsche uns in diesen bewegten Zeiten viel Mut und Zuversicht. Ich habe diese Woche einige sehr aufmunternde Botschaften von lieben Menschen erhalten, einige leite ich euch hier weiter. Zudem schicke ich das Cover meiner Bücher „Machtspiele waren gestern“ das Friedensmärchen „Nicki und der Leuchtturm“ und meine Erfahrungen aus meine Arbeit mit Gewaltstraftätern „Was ist S(s)chuld?“ Diese Bücher befassen sich mit der Thematik Gewalt und Führung und mit dem möglichen Happy End
Eine gute neue Woche, bleibt freundlich, klug, friedlich und zuversichtlich, am Ende wird alles gut.
Gertrud Müller

https://www.facebook.com/martin.ruetter/videos/als-ich-dieses-lied-das-allererste-mal-geh%C3%B6rt-habe-da-war-ich-11-jahre-altheute-/3183042991985148/

 

Gemeinschaftsgefühl

Sigmund Freud, Alfred Adler und Carl Gustav Jung waren die Begründer der Psychoanalyse. Alle drei waren sich einig, dass psychische Probleme aus dem Unterbewusstsein kommen. Sie trafen sich regelmäßig, waren sich jedoch mit der Zeit uneins über Ursache und Behandlung der unbewussten Prozesse. Freud glaubte die Ursache von unbewussten Störungen liegt im Konflikt von gesellschaftlichen Normen und den Trieben der Person, Adler sah das Probleme des Unbewussten im Minderwertigkeitskomplex, der durch Abwertung und Lieblosigkeit in Familie und Gemeinschaft entsteht. Für Jung war das kollektive Unbewusste in der Ahnengeschichte Ursache von Störungsmustern. Heute wissen wir alle drei hatten Recht: Die psychische Störung bildet sich in den Neurotransmittern im Gehirn der einzelnen Person. Die Gemeinschaft hat einen wesentlichen Anteil wie gestresst, ängstlich oder wütend sich Personen fühlen; und wir wissen, dass Traumata aus früheren Generationen durch epigenetische Veränderungen weitergegeben werden und unsere Stress-Angst und Wutsysteme stören. Wir brauchen Therapiemöglichkeiten für die einzelne Person, für die Gemeinschaft, in der Menschen zusammenleben und für Kulturen, die sich aus überlieferten Kriegstragödien befreien müssen. Das heilsame Gemeinschaftsgefühl der Zukunft kann somit nicht in der Verantwortung einzelner Personen liegen. Gemeinschaften der Zukunft müssen darauf achten, dass alle Beteiligten geachtet werden, um gesunde selbstbewusste Entwicklung zu ermöglichen. Das heilsame Gemeinschaftsgefühl der Zukunft muss nach Versöhnung von allen Menschen, Tieren, Pflanzen und der Natur streben, damit wir überleben können.
Nur wenn wir dieses 3 Perspektiven des Gemeinschaftsgefühls anstreben, lernen wir, was wir tun müssen, dass wir selbst, unsere Kinder, unsere Enkel und weitere Generationen überleben und gut zusammenleben können. Weder Politiker, Mächtige oder Super-Reiche können das für uns leisten. Jede/Jeder Einzelne muss Verantwortung übernehmen. Jede und Jeder muss ihren und seinen Beitrag leisten, sonst werden wir es nicht mehr schaffen. Manchmal brauchen wir Menschen einen gewissen Druck, eine gewisse Not um aktiv zu werden. Vielleicht ist die aktuelle globale Bedrohung inzwischen groß genug um zu erkennen:

– Es ist Zeit Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen

– Es ist Zeit alte Feindschaften aufzugeben und das Kriegsbeil endgültig zu begraben

– Es ist Zeit sich mit anderen Menschen, mit den Tieren und Pflanzen zu versöhnen und neue Formen des Zusammenlebens zu wagen.

Der Gewinn ist groß, eine befreite hoffnungsvolle Zukunft, in der wir uns gegenseitig helfen, miteinander teilen und voneinander lernen.

In diesem Sinne wagen wir den Frühling der neuen Menschheit, wagen wir in jeder neuen Situation unser Bestes zu geben.

Gertrud Müller