Weihnachtsmärchen 2021

Vor einer großen Stadt wohnte eine arme Familie mit ihren Kindern Mirka und Rubeo. Als eine große Teuerung ins Land kam, und sie ihr Haus wegen Krankheiten nicht mehr verlassen durften machten sich die Eltern große Sorgen: „Was soll aus uns und den Kindern werden? Wir können unsere Kinder nicht mehr ernähren, wir wollen sie Morgen in aller Frühe in den Wald führen, wir ziehen sie warm an und geben jedem noch ein Stückchen Brot, vielleicht finden sie einen Weg um zu überleben.

Die beiden Kinder hatten vor Hunger nicht einschlafen können und gehört, was die Eltern sagten. Der Mond schien ganz hell und die Kinder trösteten sich gegenseitig: „Lass uns schlafen, wir sind stark, wir sind zu zweit und es wird alles gut werden.“Als der Tag anbrach, noch vor Sonnenaufgang, weckten die Eltern ihre beiden Kinder: „Bitte steht auf, wir wollen in den Wald gehen und Holz holen.“ Sie baten die Kinder sich warm anzuziehen und gaben jedem ein Stückchen Brot: „Das ist für den Mittag, esst es bitte nicht vorher auf.“ „ruht euch aus, wir gehen in den Wald und hauen Holz. Wenn wir fertig sind, kommen wir und holen euch ab.“

Und als sie so lange gesessen hatten, fielen ihnen die Augen vor Müdigkeit zu, und sie schliefen fest ein. Als sie erwachten, war es  finstere Nacht. Rubeo fing an zu weinen und sprach: „Wie sollen wir aus dem Wald kommen?“ Mirka tröstete ihn: „Warte ein Weilchen, bis der Mond aufgegangen ist, dann werden wir den Weg finden.“

Sie gingen die ganze Nacht hindurch und den nächsten Tag und gerieten immer tiefer in den Wald. Rubeo und Mirka versuchten sich aufzumuntern, obwohl sie wussten, wenn nicht bald Hilfe kam, mussten sie verdursten und verhungern. Am Mittag sahen sie ein schönes, schneeweißes Vögelchen auf einem Ast sitzen, das sang so schön, dass sie stehen blieben und ihm zuhörten. Und als es fertig war, schwang es seine Flügel und flog vor ihnen her, und sie gingen ihm nach, bis sie zu einem Häuschen gelangten, auf dessen Dach es sich setzte. Als sie ganz nahe herankamen, sahen sie, das Häuschen war aus Gold und Silber, die Fenster waren mit Edelsteinen bedeckt. Die Türe war offen es duftete nach besten Speisen „Da wollen wir bleiben, hier haben wir keine Sorgen“ sprach Rubeo. Da rief eine dunkle Stimme aus der Stube heraus:

„super, super, Träumchen,
Wer streamt an meinem Häuschen?“

Die Kinder antworteten:

„Ist nur Wind, der Wind, das himmlische Kind,“

Da ging auf einmal die Türe auf, und ein großer nobler Mann mit goldenen Ringen und Ketten kam heraus. Rubeo und Mirka erschraken gewaltig. Der Mann sprach freundlich: „Ei, ihr lieben Kinder, wer hat euch hierhergebracht? Kommt nur herein bei mir erhaltet ihr alles was ihr euch wünscht.“ Er lockte sie mit netten Worten in das Haus, es wurde ein gutes Essen aufgetragen, Milch und Pfannkuchen mit Zucker, Äpfel und Nüsse. Nach dem Essen wurden zwei schöne Betten gerichtet, und Rubeo und Mirka meinten, sie wären im Himmel.

Der eitle arrogante Mann hatte sich jedoch nur freundlich gestellt, am nächsten Morgen packte er Rubeo mit seiner harten Hand, trug ihn in einen kleinen Käfig und sperrte ihn mit einer Gittertüre ein. Rubeo schrie, es half ihm nichts. Dann ging er zu Mirka, rüttelte sie wach und rief: „Steh auf, Faulenzerin, trag Wasser und koche und mache alles was ich dir befehle. Mirka fing an bitterlich zu weinen; aber es war alles vergeblich, sie musste tun, was der hochmütige Mann verlangte. Ach, wie jammerte das arme Mädchen, als es das Wasser tragen musste, und wie flossen ihr die Tränen über die Backen herunter, weil es so hart arbeiten musste und ihren Bruder vermisste! „Bitte lieber Gott, hilf uns doch,“ rief sie aus, „hätten uns nur die wilden Tiere im Wald gefressen, so wären wir wenigstens zusammen gestorben!“  „Spar dir dein Geplärre“ fuhr der Mann sie harsch an  „es hilft dir alles nichts“.

Frühmorgens musste Mirka den Ofen putzen, der Mann sah mit strengem Blick zu. Als er sich einen Moment abwendete lief Mirka davon und versteckte sich im Wald. Der Mann suchte nach ihr, stolperte und konnte nicht mehr aufstehen. Mirka lief schnurstracks zu Rubeo, öffnete seinen Käfig und rief: „Rubeo, wir sind erlöst, der böse Mann ist im Wald gestolpert, er kann nicht mehr aufstehen.“ Rubeo sprang wie eine Katze aus dem Käfig, als ihm die Türe aufgemacht wurde. Wie haben sie sich gefreut, sie fielen sich um den Hals, sprangen herum und tanzten! Und weil sie sich nicht mehr zu fürchten brauchten, gingen sie in das Haus hinein. In einer Ecke stand eine verstaubte Schatztruhe, die aussah als hätte der Mann sie nie genützt. Die Kinder öffneten die Truhe, eine Staubwolke breitet sich aus. In der Truhe fanden die Kinder eine Schatzkarte und drei kleine Säckchen auf einem stand: einander helfen, auf dem zweiten: miteinander teilen, auf dem dritten war geschrieben: voneinander lernen. Die Schatzkarte führte zum Glücksland, auch eine Wegbeschreibung war dabei: „So gelangst du in das Land der Fülle, Zufriedenheit und der Liebe“ stand geschrieben „Gehe jeden der Wege mit den drei kleinen Säckchen in der Hand. Wenn du einen Menschen triffst, dem du helfen kannst, hilf ihm und bitte ihn eine Kleinigkeit in das Säckchen „helfen“ zu geben. Wenn du mit jemanden teilst, lege einen Teil davon in das Säckchen „teilen“. Und wenn du jemanden etwas lehren kannst, dann bitte ihn um eine kleine Gegenleistung für das Säckchen „lernen“. Mit der Zeit werden sich die drei Säckchen immer mehr füllen und du kannst tauschen mit Anderen.“ „Auf dem Weg ins Glücksland“ stand geschrieben „werdet ihr einen kleinen See überqueren müssen, es wird euch ein weißer Schwan begegnen. Bittet den Schwan er möge euch hinüberhelfen. Und bitte gebt ihm um was er bittet.“


Die Kinder verließen das Haus, trugen die drei Säckchen mit sich und  kamen an den See. Sie sahen den weißen Schwan und riefen:

„Schwan, Schwan,

lieber Schwan halt an

hier sind keine Brücken,
bitte nimm uns auf deinen weißen Rücken.“

Der Schwan brachte sie an das andere Ufer und er bat sie, den Leute, denen sie begegnen werden zu sagen, sie sollten ebenfalls zu dem Schwan kommen. Wie der Schwan sagte, begegneten ihnen zwei sehr nette junge  Burschen, die sie nach dem Weg fragten. Rubeo und Mirka beschrieben den Weg und erzählten vom Schwan der auf sie wartete. „Vielen Dank sagten die beiden für die Auskunft, hier habt ihr eine Goldmünze. Mirka uns Rubeo freuten  sich sehr und bedankten sich höflich. Sie legten das Goldstück in das Säckchen „helfen“. Sie gingen ein Weilchen weiter und trafen einen Bäcker, der Brot auslieferte. Sie fragten ihn: „Können wir bei dir Brot kaufen?“ Ich habe noch ein Brot von gestern, das schenke ich euch, die Kinder waren überglücklich und legten das Brot in das Säckchen: teilen. Auf dem Weg begegnete ihnen eine alte weise Frau, die fragte: „Wo geht ihr denn hin, hier gibt es keine Häuser?“ „Wir haben uns verirrt“ sagten Rubeo und Mirka wie aus einem Mund. Die weise Frau sagte: „Geht weiter bis zum Ende des Weges, dort findet ihr einen Bauern mit einem Pferdefuhrwerk, den bittet ihr, er soll euch mitnehmen und dann den Weg zeigen. Die Kinder bedankten sich und gaben der Frau ein Stück von Ihrem Brot. Am Ende des Weges sahen sie schon den Bauern mit seinem Fuhrwerk, sie fragten, ob er sie mitnehmen würde und ihnen den Weg zeigen könne. Der Bauer wusste sofort wo die Kinder zuhause waren: „Eure Eltern suchen schon seit Tagen nach euch.“ Die Kinder fuhren eine Wegstecke mit dem Bauern: „Jetzt sagte er findet ihr leicht nach Hause, geht einfach nur den Weg geradeaus weiter.“ Die Kinder bedankten sich und fragten, ob die Fahrt etwas kosten würde. „Nein, nein sagte der Bauer, richtet den Eltern nur schöne Grüße vom Bauern mit dem Fuhrwerk aus.

Als die Kinder den Weg fortsetzten, kam ihnen der Wald immer bekannter vor, und endlich erblickten sie von weitem ihr Elternhaus Sie fingen an zu laufen, stürzten in die Stube hinein und fielen ihren Eltern um den Hals. Rubeo und Mirka erzählten ihre Geschichte, wen sie alles getroffen hatten und dass sie jetzt nie mehr Mangel leiden müssten, da sie jetzt die drei Wundersäckchen haben mit denen sie immer helfen, teilen und lernen können. Fortan lebten alle glücklich und zufrieden.

*     *     *     *     *

 

 

 

Weihnachten damals und heute

Weihnachten berührt mich jedes Jahr erneut: Die Verehrung eines armen Kindes, in einer fremden Umgebung, geboren von einer ledigen Mutter, begleitet von einem Freund, der nicht der Vater ist. Wie viele Konventionen werden überschritten in dieser Geschichte. Wenn ich mir die heutige Welt anschaue, die Geschichte wäre nicht mehr möglich. Die heiligen drei Könige könnten gar nicht einreisen, ohne Impfung, Test und Handy. Die Kamele hatten keinen TÜV, es ist fraglich welche Herkunftsländer die Hirten hatten, ob sie nicht vor dem Besuch Asyl oder Bleiberecht beantragen müssten. Alle Beteiligten konnten keine Impfung und keinen Test nachweisen. Und dann gingen sie zum Stall traten ein ohne Maske, Test und 2G Regeln. Die fremden Menschen vertrauten sich, ohne Angst es könnte sich um Terroristen handeln oder um Einbrecher. Die Menschen damals an Weihnachten beschenkten sich ohne zu berechnen, wie teuer die Geschenke sind und was sie im Gegenzug dafür erhalten. Sicherheit wurde hergestellt ohne Maschinengewehre und Stacheldrahtzaun. Niemand der Beteiligten wurde in die Psychiatrie eingeliefert, obwohl sie die Engel singen hörten und die heiligen drei Königen berichteten, sie hätten Weisungen gehört, sie sollten einem Stern folgen. In der heutigen Zeit ist es schwer geworden, dass Menschen einander helfen, miteinander teilen, von einander lernen und sich beistehen. Es ist schwer geworden, dass Menschen sich erzählen von innersten Gefühlen und Vermutungen. Es ist schwer geworden, dass Menschen menschlich sind.

Meine Weihnachtswunsch: Es möge wieder Weihnachten werden auf Erden.

Ich wünsche uns allen, ein schönes Weihnachtsfest!

Als keines Weihnachtsgeschenk habe ich ein Video aufgenommen, das erklärt wie Krise und Kranheit zusammenhängen und wie wir aus dem Kreislauf von Krise und Krankheit  Schritt für Schritt aussteigen können. Den Link finden Sie hier https://www.youtube.com/watch?v=xBA3aRevofQ

Gertrud Müller

 

Kranke Welt, gesunde Welt

Wir erleben zur Zeit total erschöpfte Pflegekräfte und Ärzte, die bis zur Erschöpfung arbeiten. Wir sehen Personen, die sich eigentlich ausruhen müssten um nicht bald richtig krank zu sein. Wir erleben leblose Körper, die auf Intensivstationen über Wochen beatmet, gelagert und ernährt werden und nur mit höchster Technologie überleben können. In den Sanitätsfahrzeugen liegen Patienten, für die nach geeigneten Betten in Kliniken gesucht wird. Absurderweise bleiben trotz der ganzen Überlastung relativ gesunde Patienten einige Tage in der Klinik, da bei positivem Coronaabstrich auch ohne Symptome die Coronafallpauschale abgerechnet werden kann. Wie konnte es zu diesen grotesken Zuständen kommen? Natürlich werden die meisten sagen, das ist die Pandemie. Psychologisch, soziologisch und philosophisch lassen sich zusätzlich noch andere Ursachen entdecken. Diese Woche hörte ich ein interessantes Hörbuch, das mir und meinen Thesen der Krisenbewältigung aus dem Herzen spricht (siehe www.survivakscales.de). Das Buch heißt: „Der Welt nicht mehr verbunden“ und beschreibt die wahren Ursachen und Folgen von Depression. Depression bedeutet nicht mehr in Verbindung zu sein mit den eigenen Vorerfahrungen (schöne Erfahrungen und auch Traumata), nicht verbunden sein mit den eigenen Wünschen, Sehnsüchten, Gefühlen, nicht verbunden sein mit der eigenen Intuition und den eigenen Grenzen, nicht mehr verbunden sein mit dem eigenen Körper und mit anderen Menschen. Wenn ich die Zeilen am Beginn dieses Textes nochmal lese, dann spüre ich direkt wie depressiv sich diese Zeilen anhören, wie abgeschnitten diese Menschen von ihrem Leben sind, wenn sie nur noch wie fremdbestimmte Marionetten funktionieren ohne zu spüren, was ihnen gut tut, ohne zu spüren, wo ihre Grenzen sind, vor was sie sich schützen können. Vermutlich ist einer der Schlüssel um aus dieser Krise und der Pandemie raus zu kommen wieder die Verbindung zu suchen, zu spüren was tut gut und was schadet mir, vor was kann ich mich schützen: Die Verbindung wieder spüren mit der Welt und dem Leben, mit dem eigenen Körper, den anderen Wesen und mit der Natur verbunden sein, das kann der erste Schritt sein um wieder Zuversicht und Vertrauen zu finden, um die kranke Welt Schritt für Schritt zu verlassen und eine gesündere Welt zu betreten.
Einen schönen 3. Advent und bitte lassen Sie sich wieder berühren, von der Welt, den Gefühlen und Gedanken, vom eigenen Körper, von anderen Menschen, von Tieren und Pflanzen, vom Lächeln anderer und von guten Worten,…

Gertrud Müller

Gesundheit und Lebensenergie = Lebensqualität

Wenn wir krank werden oder krank sind fühlen wir uns antriebsschwach und energielos. Energiemangel verleitet Menschen auch dazu sich ungesund zu ernähren. Unruhiger Schlaf, wenig Bewegung und zu viel Stress verstärken die ungesunde Lebensweise und machen krank. Jetzt ist Verstand, Gefühl und Lebenssinn gefragt, dass die Abwärts-Spirale von Energiemangel und ungesunden Lebenstil unterbrochen werden kann. Das Ziel ist es gut zu leben, mit sich in Balance zu sein und eine gesteigerte Lebensqualität zu haben und die meisten Menschen können diese Ziele erreichen, wenn sie nur wissen was sie verändern können um wieder gesünder und glücklicher zu leben. Ursula Becker und ich haben im letzten Jahr beschlossen, wir wollen in diesem Bereich zusammen arbeiten. Wir haben beide 25 Jahre Erfahrung in Bereichen wie Medizin, Psychologie, positives Mindset und Bewusstseinsförderung.

Daraus ist Lifenergy.Healthcare entstanden. Gesundes und glückliches Leben ist kein Zufall. Wir können sehr viel selbst dazu beitragen gesund und glücklich zu leben und wieder mehr Lebensenergie zu spüren. Heuer im Herbst haben wir die ersten Workshops lifeenergy.healthcare gehalten, eine einzigartige Erfahrung mit wunderbaren Teilnehmern. 2022 finden weitere Wochen- und Wochenend-Workshops statt und auch Train the Trainer Ausbildungen, damit wir unsere jahrzehntelange Erfahrung weitergeben können und Menschen aus- und weiterbilden, die diese Gesundheitsweisheit weitergeben können. Wir können selbst gesünder und glücklicher leben und gesunde Gesellschaften aufbauen.

Vielleicht suchen Sie noch ein Weihnachtsgeschenk, schenken Sie sich selbst, Ihrer Familie, Ihren Freund*innen Gesundheit, Lebensfreude und Lebensenergie. Schauen Sie auf unsere homepage https://www.lifenergy.healthcare/ dort finden Sie Termine für unsere Trainings 2022. Schreiben Sie uns unter info@lifenery.healthcare wir haben Adventsrabatte für Sie.

Einen schönen zweiten Advent

Gertrud Müller

1. Advent

Heuer freue ich mich ganz besonders auf den Advent und die Weihnachtszeit. Ich habe mir vorgenommen Abstand zu gewinnen von den vielen negativen Nachrichten, ich werde meiner kleinen Enkelin zeigen was ein Adventskranz ist, werde die ersten Weihnachtslieder mit ihr singen und eine Sorte Plätzchen mit ihr backen. Ich freu mich, wenn ich heuer mit meinen Kindern und beiden Enkelkindern Weihnachten feiern darf. Ich kann mich auch heute noch freuen, wie das kleine Kind damals, als Weihnachten noch was ganz heiliges und bezauberndes war, etwas das man nicht so ganz verstehen konnte. Ich verstehe auch heute vieles noch nicht auf dieser Welt und vielleicht lasse ich mich gerade deshalb gerne verzaubern von der Weihnachtsmusik, dem herrlichen Plätzchen-Duft, den romantischen Lichtern und schönen Geschichten der Weihnachtszeit. Zur Weihnnachtszeit scheint es mir werden die Menschen liebevoller, zugänglicher, hilfsbereiter und versöhnlicher. Vielleicht gibt es ihn wirklich den Weihnachtszauber, vielleicht ist dieser Zauber auch nur meine tiefe Sehnsucht nach einer liebevolleren Welt, an der ich täglich arbeite.

Liebvolles Miteinander, positive und stabile Gefühle, wertschätzende Beziehungen kann jeder üben und lernen. Sie können Zuversicht, positives und liebevolles Miteinander auch verschenken für sich selbst oder für Ihre Lieben mit meinen Coaching-Gutscheinen, einfach eine mail schreiben unter info@tools4life.eu (auch online-Coaching)

Einen schönen 1. Advent.

Gertrud Müller

The first Sunday of Advent

This year, I am particularly looking forward to Advent. I will show my granddaughter an Advent wreath, will sing the first Christmas songs and bake a batch of Christmas cookies with her. I am looking forward to being able to celebrate Christmas with my children and both grandchildren this year. I am still excited about it, the same way I was when I was young, when Christmas was something holy and enchanting, something that I couldn’t quite understand. I still don’t understand many things in the world these days and maybe precisely because of this, I like to be enchanted by Christmas music, the wonderful scent of Christmas cookies, the romantic lights and beautiful stories of the Christmas season. It seems to me that people are more loving, open, cooperative and forgiving around Christmas. Maybe Christmas magic really does exist, or maybe it is just my deep longing for a more loving world.

Have a nice first Sunday of Advent

Stürmische Zeiten

Im Herbst wird es stürmisch, stürmisch weil der Wind uns wieder durch Mark und Bein fährt und so manches zerstört. Stürmisch sind auch die Zeiten politisch, in Klimafragen, im Umbau der Wirtschaft und in der Medizin. Manchmal hab ich das Gefühl wir sind noch in der Ruhe vor dem Sturm, ein anderes Mal fühle mich wie im Auge eines Tornados und zeitweise denke ich, jetzt bin ich schon mitten drin im Wirbelwind der alles durcheinander wirbelt. Vor dem Sturm ist nach dem Sturm, vielleicht müssen wir mit Stürmen leben lernen. Neulich begegnete mir an einem sehr stürmischen Tag eine Frau, sie war sehr missmutig und sagte etwas unwirsch:  „den Wind mag ich gar nicht. „Ja“ sagte ich „der Wind heute ist wirklich unangenehm, ich erinnere mich beim Wind immer ans Meer, ich liebe das Meer und dann ist der Wind leichter zu ertragen.“ Die Augen der Frau fingen an zu leuchten und sie antwortete: „Ja stimmt“ sagte sie zustimmend „es fühlt sich wirklich an wie am Meer, wissen sie ich liebe das Meer, dort habe ich die schönsten Stunden meines Lebens mit meinem Mann verbracht, der leider schon gestorben ist.“ Wir plauderten noch ein wenig, verabschiedeten uns und gingen beide beglückt weiter des Wegs in stürmischen Zeiten.

In diesem Sinne viel Zuversicht, Mut, schöne Erinnerungen und freundliche Begegnungen auch in strürmischen Zeiten.

Herzliche Grüße

Gertrud Müller

„Transform Nation“ — von der Wissens- zur Weisheitsgesellschaft

Heute darf ich Ihnen/Euch einen Gastbeitrag von Moritz Küffner mit in die neue Woche geben. Moritz Küffner beschäftigt sich seit über 20 Jahren als Kommunikationswissenschaftler mit dem Thema kooperative Kommunikation https://www.kooperative-kommunikation.de/. Danke Moritz für deine wertvolle Arbeit auf diesem Planeten und danke, dass du uns einen Wegweiser mit auf den Weg gibst für neue Denk- und Lebensmöglichkeiten.

Transform Nation von der Wissens zur Weisheitsgesellschaft
Es wird Zeit, unser Allerheiligstes anzugehen und eine Nichtlinearitätskompetenz zu erwerben.

Information, Wissen und Fakten, das sind die Säulen unserer bisherigen Welt.
Eine Welt, die vielen schleichend und anderen sogar schon offensichtlich abhandenkommt.
Und trotz einer gigantischen MegaEntwicklung in vielen Lebensbereichen während der letzten
Jahrzehnte, verkümmert zeitgleich eine ganzheitlich gesunde Lebens und Welterfassung. Willkommen
in der Nichtlinearität.

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.
Hermann Hesse.

Trotz der unzähligen Fortschritte wird immer offensichtlicher, dass wir zu gewissen Teilen mit unseren
bisherigen Denk, Lebens und Verhaltensweisen in westlichen Industrienationen deutlich zu wenig
Freude und Gesundheit auf der Erde anrichten.

Ich sehe es in den Gesichtern. Beim Einkaufen, in den öffentlichen Verkehrsmitteln aber auch im
persönlichen Kontakt. Viel zu selten erlebe ich strahlende Gesichter, die überwiegend in gehobener
Gestimmtheit leben, wie Managementberater Jens Corssen diese Lebensqualität nennt.
Eine Art „GrundGlückseligkeit“, die Wohlwollen, Freude und Vitalität ausstrahlt, ist (noch zu) selten
vorhanden.

Terror, Virus, Klima…irgendwas is immer. Aber reicht das aus, um zu begründen, weshalb in einer
Wirtschaftsmacht wie Deutschland für die Mehrheit der Menschen nicht überdurchschnittlich die
Sonne im System scheint? Weshalb nur so wenige wirklich freudvoll und energetisch gesund durchs
Leben kommen?

Nach den ersten 10 Jahren Kooperationsforschung steht eine Antwort glasklar im Raum:
Mehrheitlich gehen wir Menschen bislang von falschen Voraussetzungen aus.
Kein Wunder, denn im Kern wurden wir eindimensional sozialisiert, kennen unsere Kultur
hauptsächlich von innen. Die Kultur eines Urvolkes beispielsweise können wir meist nur auf Grundlage
unserer Kultur erfassen und begreifen. Das macht es sehr herausfordernd, um Weltgeschehen
nichtlinear und umfassend zu durchdringen

Hinweis zur Kooperationsforschung (Die zentrale Frage der Kooperationsforschung lautet: Wie können wir aufhören Verlierer zu produzieren? Weitere wesentliche Bereiche sind das Herstellen und Beibehalten von Augenhöhe und die Fähigkeit, schwierige Situationen ins Bessere drehen zu können. Das „KoKomm-Prinzip“ hatte seine Seminar-Premiere in Deutschland am 24. Oktober 2011)

Eine neue Vorstellung des uns bislang (Un)Gewohnten
Dass wir in zentralen Punkten von falschen Voraussetzungen ausgehen betrifft uns glücklicherweise
alle! Jede und jeden mal mehr, mal weniger. Das ist völlig normal und wichtiger Teil unseres Lebens
und Entwicklungsprozesses. Wenn wir allerdings unsere Irrwege häufiger unhinterfragt zementieren,  alternativlos darstellen und narzisstisch fixiert alleinige Wahrheiten verkünden, dann ist das
vielleicht gewohntes Verhalten, aber nicht normal.
Ebenso wenig wie wenn wir beginnen, all jene Meinungen und Sichtweisen derer, die andere
Antworten als wir gefunden haben, als gefährlich oder schädlich bezeichnen.

Es gibt gute Gründe, weshalb wir uns so verhalten. Die Ursachen hierfür liegen in Jahrhunderte alten
Gewohnheiten begraben. Bislang waren wir mehrheitlich noch nicht bereit, diese unbewussten
Automatismen in unseren Denkprozessen auszugraben. Sobald wir mutig und authentisch reflektieren,
können wir uns offen und ehrlich mit uns selbst auseinandersetzen und uns überlegen, ob wir da nicht
vielleicht längst überflüssig gewordene Gewohnheitsleichen im Keller unserer Denkgewohheiten
liegen haben.

Wer sich darunter gerade nichts vorstellen kann, dem empfehle ich Tsitsi Dangaremba. Die Autorin
und Filmemacherin aus Simbabwe bekam am 24. Oktober 2021 in der Frankfurter Paulskirche den
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels überreicht. Ihr Blick auf die westliche Welt kann zugleich
heilsam, wachrüttelnd aber auch unangenehm entlarvend sein. In jedem Falle bietet ein Einlassen auf
die Weisheit Tsitsi Dangarembas wertvolle Impulse für unsere persönliche Entwicklung.

Dankesrede Tsitsi Dangaremba:

„Was wir tun können,ist, unsere Denkmuster zu verändern, Wort für Wort, bewusst und beständig, und daran festhalten, bis wir Ergebnisse sehen in der Weise, wie wir Dinge tun und welche Folgen sich daraus ergeben.“

(Quelle: www.friedenspreisdesdeutschenbuchhandels.de)

Gelingende Transformation verstehen
Wie können wir nun einen ÜberGang in eine neue, bessere Form (TransFORMation) und damit in
eine vielleicht noch unvorstellbar wohlwollende und kraftvolle Persönlichkeit erreichen?
Die Antwort ist komplex und für jeden individuell, sie lautet: Durch R e i f u n g 🙂

Diese Reifung ist ein individueller Weg, den wir bewusst und auch im Austausch mit anderen gehen
können. Dieser Austausch ermöglicht unseren persönlichen Übergang.
Er benötigt freien Raum und Zeit, die wir bewusst investieren dürfen. Wir gehen diesen Weg des
Austausches, der Entwicklung und Reifung, indem wir bewusst in uns investieren: Raum, Zeit und ggf.
Geld.

Unser hochpersönlicher Entwicklungsweg sollte mehr Freude, Ahs und Ohs in unser Leben bringen.
Mehr Lebendigkeit, Lachen und Leichtigkeit. Falls dies noch nicht der Fall ist, kann es daran liegen,
dass wir auf einem Weg sind, aber erstmal ein Hin benötigen. Denn erst dann können wir ganz hin
und weg von den Möglichkeiten unserer umfassenden Persönlichkeitsreifung sein.
Manche laufen ihren Weg auch in verkehrter Richtung, auch das ist erlaubt

Ein sehr heller Kopf, der sich Zeit seines Lebens umfassend für menschliche Belange interessierte und
seine Intellektualität in den Dienst der Öffentlichkeit stellte, war Roger Willemsen. Kurz vor seinem
Tod formuliert er eine tiefe Lebenserkenntnis in einem Satz:
„Wir waren jene die wussten, aber nicht verstanden.“

Erweitertes Zusammenhangsverständnis und Komplexität
Um diese Aussage in ihrem ganzen Umfang zu erfassen, benötigen wir erweitertes
Zusammenhangsverständnis.
Ein konkretes Beispiel: Millionen Deutsche verfolgen jeden Tag das nationale politische Geschehen in
der Tagesschau oder ähnlichen Nachrichtensendungen. Aber ist dies wirklich das politische
Geschehen? Oder ist es vielleicht lediglich ein MicroAusschnitt aus Wissen, Informationen und
Fakten?

2014 setzte sich Roger Willemsen für 1 Jahr in jede Plenarsitzung des Deutschen Bundestags und
schrieb darüber das BuchDas Hohe Haus“. 2020 interviewten die Journalisten Peter Dausend (Zeit)
und Horand Knaup (Spiegel) gemeinsam insgesamt 50 Abgeordnete des Deutschen Bundestags
(„Alleiner kannst Du gar nicht sein Unsere Volksvertreter zwischen Macht, Sucht und Angst“). Was
beiden Werken gelingt ist, Verstehen und Verständnis für Muster, Prozesse und Strukturen
auszulösen. Ebenso wie der UNSonderbeobachter für Folter, Prof. Nils Melzer, der in seinem
topaktuellen Buch „Der Fall Julian Assange“ überdeutlich das Verstehen von Zusammenhängen
ermöglicht.
Und genau darum geht es, wenn uns der Übergang in eine bessere Form unseres Selbstseins gelingen
soll: Wir dürfen beginnen ein Verständnis für Muster, Prozesse und Strukturen zu gewinnen.
Das geschieht selten von heute auf morgen, sondern wohlwollend und langfristig bereichernd.

Nochmal: Die Komplexität unserer heutigen Welt zeichnet sich u.a. durch drei Bestandteile aus:
Muster, Prozesse und Strukturen.
Sobald wir beginnen, diese regelmäßig wahrzunehmen, haben wir unser Fundament für neues
Verstehen. Dadurch erhalten wir eine NavigationsMöglichkeit in einer globalen und digitalisierten
Welt, die immer noch auch nach analogen Spielregeln spielt das macht sie so komplex.

Sobald wir aufgehört haben nurWissen, Information und Fakten“ zu sammeln, öffnet sich ein
nichtlineares Feld der Potenzialität. Ja ich weiß, liest sich kompliziert ist aber komplex. 😉
Wir legen dann unseren Fokus aufVerstehen und Verständnis“. Dadurch kultivieren und gewinnen
wir eine lebenswichtige Selbstwirksamkeit und Sinnhaftigkeit, die derzeit täglich mehr Menschen
abhandenkommt.

Neu Denken, Fühlen und Handeln
Damit uns diese Transformation gelingt, müssen wir an unser Allerheiligstes ran!
Unsere Gewohnheiten im Denken, Fühlen und Handeln.

Wir dürfen diesmal nicht nur Hand, sondern auchKopf“ anlegen, denn es geht darum, unsere
bisherigen DenkGewohnheiten auf die nächst höhere Ebene zu transformieren.

Sie zu erweitern, zu flexibilisieren und dadurch zugleich zu stabilisieren.
Es geht darum, dass es uns gelingt, unsere DenkGewohnheiten hin zu vernetztem Verstehen zu
flexibilisieren und zugleich zu stabilisieren.

Ein heller Herz und Kopfmensch, der dies früh erkannt hatte, war Friedensnobelpreisträger Albert
Schweitzer:
„Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.“

Auch der österreichische Schriftsteller Robert Musil erkannte wie viele andere, dass unsere geistige
Entwicklung noch Luft nach oben hat:
„Die Menschen haben keine Ahnung, wie man schon denken kann;
wenn man sie neu denken lehren könnte, würden sie auch anders leben.“

Und anstatt uns dieses andere Leben von außen aufzwingen zu lassen, durch immer neue Vorschriften,
Kontrollen und Überwachung ein Relikt aus der Illusion des in Fakten und Informationen gefangenen
Denkens können wir beginnen, durch innere Reifung die äußeren Phänomene mehrschichtig zu
erfassen.

Kein geringerer als Albert Einstein erkannte seinerzeit bereits, dass für uns hierbei zunächst ein
Dilemma existiert, welches wir überWINden können:
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen,
durch die sie entstanden sind.

Das Prinzip der kooperativen Entwicklung
Und wie gelangen wir nun individuell und gemeinschaftlich zu neuen Denkweisen?

Indem wir uns Menschen und Bereichen zuwenden, die bereits über den Tellerrand bisher gewohnter
und gewöhnlicher Denk und Glaubenskonzept hinaus geforscht haben.
Indem wir uns öffnen für neues Verständnis, welches wir niemals unreflektiert, sondern konstruktiv
kritisch betrachten und Schritt für Schritt reflektieren.
Indem wir uns unserer unbewussten Schutz und Abwehrmechanismen bewusst werden und mit dieser
Einsicht behutsam, wohlwollend und geduldig reifen.
Indem wir lernen Ambiguität ( = Mehrdeutigkeit) auszuhalten und schrittweise eine
Ambiguitätstoleranz entwickeln, die bislang für eine Mehrheit undenkbar ist.

Die gute Nachricht: So komplex sich dies anfangs auch darstellt, so viele leuchtende Wegweiser gibt es
bereits! Menschen, die uns seit geraumer Zeit Zusammenhänge oder Aspekte davon eröffnen.
Gertrud Müller gehört auch dazu und sehr viele andere Menschen, die der Faszination nichtlinearer
und linearer Universalität auf der Spur waren oder noch sind. Von sehr sehr vielen haben Sie bereits
gehört, hier eine kleine Auswahl: Hildegard von Bingen, Werner Heisenberg, Moshe Feldenkrais, Marie
Curie, Lao Tse, Albert Schweitzer, Albert Einstein, Max Planck, Linus Pauling, Paul Watzlawik, Noam
Chomsky, Stephen Hawking, Nelson Mandela, Mahatma Gandhi, Johann Wolfgang von Goethe, Rupert
Sheldrake, Thomas Campbell, Konfuzius, Jesus, George Bernhard Shaw, Paulo Coelho, Sadghuru, Rüdiger Nehberg, Masaru Emoto, Nassim Nicholas Taleb, Tim Ferriss, Louise Hay, Elisabeth KüblerRoss, Rüdiger Dahlke, Deepak Chopra, Edward de Bono, Epiktet, Gerd Binnig, Hl. Augustinus, Hermann Hesse, Buddha, Jiddu Krishnamurti, Jorge Bucay, Tiziano Terzani, Charles Eisenstein, Katie Byron, Nikola Tesla, Edgar Mitchell, Viktor Schauberger, HansPeter Dürr und unglaublich viele andere.

Wissen und Weisheit wurde über Jahrhunderte gesammelt und inzwischen in Fachbereichen
verdichtet. Beispielsweise in Quantenphysik, Meditation, Körperarbeit, Epigenetik,
Psychoneuroimmunologie, Neurobiologie u.a.
Leider gibt es zwei große „Haken“:
1. Sehr viele Fachbereiche (insb. an Universitäten) sind nicht vernetzt.
2. Die Spielregeln innerhalb der Komplexität folgen Großteils der Nichtlinearität, während unser
bisheriges Alltagsdenken sehr stark linear geprägt ist.

Es bleibt uns somit die Eigenverantwortung erhalten, unsere Reifungs und Entwicklungsprozesse in
Verbindung mit anderen eigenverantwortlichen Lebensqualitäts und TellerrandInteressierten zu
gehen.
Wie der individuelle Entwicklungsweg aussieht ist immer offen und bleibt jeder Persönlichkeit selbst
überlassen.
Und wer Unterstützung möchte, kann sich an Freunde, Familienangehörige, Partner oder Kollegen
wenden. Denn wer offen und ehrlich um Hilfe und Unterstützung bittet, erhält meist mehr
Hilfestellung als man erwarten könnte.

Ich wünsche uns allen, dass wir uns als wertvolle Mitglieder einer Menschheitsfamilie erleben, die den
ersten Schritt hin zur „TransformNation“ erleben: Bewusstheit.

Mit dieser (neuen) Bewusstheit beginnen wir uns als individuelle Teile des Ganzen als auch unser
jeweiliges Umfeld zu transformieren. Und sobald eine kleine und feine kritische Masse von 35% damit
begonnen hat, erleben wir alle das Wunder einer TransformNation ganze Nationen, die sich
wandeln. Wir leben alle auf demselben Planeten: „We are all in this together!
Sobald dieses Bewusstsein auf Zellebene ankommt wird klar: Unser Planet ist eine universelle
TransformNation. Ewig.

Eine wirklich gute Idee erkennt man daran,
dass ihre Verwirklichung von vorneherein ausgeschlossen erscheint.
Albert Einstein

Bildquelle: Photo by Raimonds Klavins on Unsplash

Theater „Zwischen den Welten“,

1. Aufzug: Medien
Nachrichten: Pandemie, Klimakrise, Bilder von Intensivstationen, brennenden Wäldern, Kämpfe, Waffen, Mord und Totschlag, Politiker in Anzügen und viele Worte
2. Aufzug: Mensch und Natur
Menschen wandern vergnügt gemeinsam in der Natur, singen Lieder, machen gemeinsam Brotzeit, achten aufeinander, genießen die wunderschöne Natur
3. Aufzug: Arbeitswelt
Hetzende Arbeiter verrichten ihre Arbeit freudlos unter Zeitdruck, jeder schaut kritisch, ob der andere auch genügend arbeitet. Stechuhren beobachten genau welcher Mitarbeiter wie viel arbeitet, wer schneller arbeitet.

Im nächsten Betrieb gute Arbeitsbedingungen, wertschätzende Kolleg:innen, klimaneutrale Produktionsweise, naturverbunden, motiviert, innovativ, selbstbestimmt und freundlich
4. Aufzug: Familie
Zufriedene und unzufriedene Singles, harmonische und disharmonische Paare/Familien, gegenseitige Hilfe und Bevormundung, Mord und Totschlag, Frieden und Liebe
5. Aufzug: Die Entscheidung
Lange Menschenschlangen stehen an. Jeder wird gefragt wo er/sie hin will: buntes Bändchen in eine freie und freundliche Welt, schwarzes Bändchen in den Abgrund.

Auch wir können und müssen entscheiden welches Bändchen wir wählen. Wollen wir in der Zukunft in einer schönen, freien und freundlichen Welt leben?
In diesem Sinne eine schöne neue Woche mit viele guten Entscheidungen für eine bessere Zukunft.

Gertrud Müller

Medizin für die Medizin?

In der Medizin gelten Patient:innen als krank, wenn er/sie leidet und Krankheitszeichen aufweist, wenn eine spontane Verbesserung nicht zu erwarten ist und eine Verschlechterung des Zustandes droht.

Würde man die gleichen Krankheits-Kriterien an der Medizin als Fachgebiet prüfen, müssten wir feststellen: Die aktuelle Medizin und das Gesundheitssystem ist krank, teilweise schwer krank:

  • Patienten sind unzufrieden und klagen, können nur noch dürftig gepflegt werden, werden wie Waren auf dem Fließband durch die verschiedenen Institutionen des Systems geschleust
  • Ärzte und Pflegepersonal hetzen chronisch erschöpft durch die Gänge, haben Befürchtungen die Aufgaben nicht mehr zu bewältigen
  • Diagnostik und Behandlung ist nur noch mit zahlreichen Apparaten, Maschinen, Medikamenten, Leitlinien, Standards,… möglich
  • Der Materialverschwendung und Umweltbelastung ist enorm

Einem Patienten in diesem Zustand würde man die Gefahr eines Herzinfarktes, des Burn-outs oder der totalen Erschöpfung prognostizieren.

Die Medizin selbst reflektiert ihren Zustand nicht, arbeitet mit noch höherem Erfolgsdruck mit mehr Material, mehr Maschinen und immer neuen Vorschriften, neuen Leitlinien und Personaleinsparungen weiter! Geht das so lange bis die Medizin ein Fall für die Intensivstation geworden ist? Alle Beteiligten leiden schon jetzt und in den nächsten 10 Jahren soll von einem immer geringer werdenden Personal in renovierungsbedürftigen Kliniken zusätzlich 1 Million mehr Patienten versorgt werden. Wird das möglich sein?

Bisher hat die Pharmaindustrie noch kein Medikament und keine Impfung entwickelt für die kränkelnde und alternde Medizin. Die künstliche Intelligenz soll die überforderten und geschwächten Systeme unterstützen. Immer mehr Labore, Computertomographen, Operationsroboter, Bestrahlungsgeräte,… alle sollen ermöglichen, dass die gute alte Medizin aufrecht erhalten bleibt ist.

Einen alten Patienten in diesem verzweifelt kämpfenden Zustand, der nur noch mit Maschinen überlebensfähig ist, würden Mediziner krank schreiben. Der Staat schickt Bürger, die alt und erschöpft sind in den wohlverdienten Ruhestand. Die gute alte Medizin muss tapfer bleiben, darf sich keine Schwäche erlauben, sie muss funktionieren und funktionieren, sie wird immer wieder aufs Neue reanimiert, an den Tropf gehängt und es werden alle möglichen Augen zugedrückt bezüglich Nebenwirkungen, Überforderung, Stressbelastung, ungesundem Lebensstil, Materialverschwendung und Umweltbelastung, die von der aktuellen Medizin selbst verursacht werden.

Was könnte helfen? Wer kann die Medizin heilen, wie kann sich die Medizin selbst heilen, von wem kann sie geheilt werden?

Vielleicht wird die Medizin Ihre eigenen Selbstheilungskräfte noch entdecken und anfangen gesünder, menschlicher und naturverbundener zu werden. Eine nachhaltige Medizin zu entwickeln, das ist eine wichtige Aufgabe und das kann ein neues Heilmittel werden.

Bisher verdienen viele Profiteure an dem kranken Medizinsystem. Und auch das kennen wir vom Umgang mit Patienten: Eine Krankheit die einem Patienten einen erheblichen Krankheitsgewinn beschert, wird nicht so gerne aufgegeben.

Quo vadis Medizin?

Der berühmte Arzt Paracelsus (1493-1541) begründete die These: die Dosis bestimmt, ob ein Ding ein Gift sei.

In diesem Sinne überlegen Sie gut wieviel Medizin Ihnen gut tut und wann die Nebenwirkungen den Nutzen von Maßnahmen übersteigen. Bleiben Sie gesund und fühlen Sie sich wohl.

Gertrud Müller

Hier noch ein Hinweis für die weitere Blog-Gestaltung. Ich werde jetzt immer wieder Gastbeiträge in den Blog mit aufnehmen. Nicht jeder kann einen eigenen Blog betreiben, Bekannte erzählten mir, sie möchten auch gelegentlich wertvolle Beiträge teilen, darum biete ich Interessierten auch Gast-Blogbeiträge zu veröffentlichen. Bitte senden Sie Ihren Beitrag an info@tools4life.eu. Ich prüfe die Artikel und werde die Artikel gern veröffentlichen, wenn Sie zu dem Themenkreis selbstbestimmtes, gesundes, nachhaltiges und wertschätzendes Leben passen.

Medicine for medical science

In medical science, patients count as ill if they are suffering and have symptoms of disease, if spontaneous improvement is not expected and if the condition of the patient could deteriorate.

If we applied the same criteria of illness to medical science, we’d have to determine: medical science and healthcare systems are ill, in parts even critically ill. Patients complain, can only be cared for poorly, are being transported through the institutions of the system like goods on a conveyor belt. Doctors and nurses rush through the corridors chronically exhausted. A patient in this condition would be predicted to be in danger of having a heart attack, burn out or complete exhaustion. Medical science itself is not reflecting on its own condition, keeps working under even higher pressure to succeed, until it becomes a case for the intensive care unit?

All involved are already suffering and in the next 10 years, an additional 1 million patients are meant to be cared for by an ever decreasing workforce. Up to now, the pharmaceutical industry has developed neither new medication, nor a vaccine for the ailing and ageing field of medical science.

Artificial intelligence is meant to support the stretched and weak systems. More laboratories, CT scanners, radiation therapy, … everyone wants to prove how technically modern good old medical science has remained.

An elderly patient in this same desperately fighting condition, only able to survive without the help of machines, would receive a sick note from doctors.  The state lets elderly and exhausted citizens retire deservedly.

Good old medical science has to stay brave, is not allowed to show any weakness, has to function and function, is being resuscitated over and over again, is being put on a drip. Everyone pretends not to see the waste of materials and environmental burden caused by current medical science.

What could help? Who can heal medical science, how can it heal itself?

Maybe medical science will find its own self-healing powers and begin to be healthier, more humane and more connected to nature.  The task is to develop a sustainable medical science and that could become a medicine in itself. Up to now, many profit from ill healthcare systems. That is also something we know from dealing with patients: an illness from which patients gain significantly is not easily given up.

In this spirit, consider carefully how much medicine is good for you and when the side effects outweigh the benefits. Stay healthy and well!

Die verbotene Stadt

Heute ist es kaum mehr vorstellbar, dass wir vor Jahren einfach so nach China reisen konnten. Ich erinnere mich heute noch so gern an die wunderschönen Gärten der verbotenen Stadt und des Sommerpalastes. Die alte chinesische Kultur ist voller Symbole von Schönheit und Idealen des Lebens und des Wohlfühlens. Dass dieses Wohlfühlen ein Ideal war und für ganz viele Menschen nie oder kaum erlebt wurde ist eine andere Geschichte. Das Erleben dieser idealen Vorstellung verzauberte dennoch mein Denken, entführt meinen Geist noch heute in eine Welt der himmlischen Sprache, lädt die Seele ein sich der Vision eines Lebens und Menschseins anzunähern, in der Wohlfühlen möglich, ja sogar ganz selbstverständlich gelebt und kultiviert wird. Ich erinnere mich an den Zauber der mich umgeben hatte an den Orten, die dort wunderschöne Namen tragen. Staunend genoß ich den „Garten der vollkommenen Klarheit“ ich versank im Blütenmeer des „Garten des ewigen Frühlings“ ich besuchte die „Insel der Unsterblichkeit“ und weilte in der „Halle des Friedens und der Eintracht“
Der Zutritt zur verbotenen Stadt war früher nur imperialen Eliten des Kaisers und seiner Gefolgschaft erlaubt. Wir können etwas lernen und mitnehmen von diesen alten Kulturen und es heute wieder zum Leben erwecken. Es kann gelingen Wohlfühlen zu kultivieren, in einer schönen Teezeremonie, in schön gestalteten Räumen, mit liebevoll zubereitetem Essen, in kleinen Gärten oder Spaziergängen in der Natur. Wir können unsere Wohnung zum „Palast der ewigen Freude“ umbenennen, das Bad zur „Quelle der Reinheit“, das Schlafzimmer wird zur „Oase der Harmonie“ und zum „Nest des Glücks“
Ich wünsche uns eine schöne neue Woche in der wir unser Leben wieder ein Stück mehr veredeln.

Gertrud Müller

 

The forbidden city

It’s almost impossible to imagine today that we could simply travel to China a few years ago. I still remember fondly the beautiful gardens of the Forbidden City and the Summer Palace. Traditional Chinese culture is full of symbols of beauty and the ideals of life and wellbeing. The fact that wellbeing was an ideal and never or hardly ever lived reality for many people is a different matter. Experiencing this ideal still enchanted my thoughts, steers the mind into a world of heavenly language, invites the soul to come close to a vision of life and humanity in which wellbeing is possible, even naturally lived and cultivated. I remember the charm surrounding me in locations with wonderful names. I marvelled at the ‘garden of total clarity’, disappeared in a sea of flowers in the ‘garden of eternal spring’ , visited the ‘island of immortality’ and lingered in the ‘hall of peace and harmony’.

Access to the forbidden city was only granted to the imperial elites of the emperor and his entourage. We can learn from these ancient cultures and bring them back to life today. We can cultivate wellbeing in a nice tea ceremony, in beautifully arranged rooms, with lovingly prepared food, in small gardens or walks trough nature. We can rename our home to ‘palace of eternal joy’, the bathroom to ‘fountain of cleanliness’, the bedroom becomes the ‘oasis of harmony’ and the ‘nest of happiness’.

I am wishing us all a good new week in which we ennoble our life another little bit.